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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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blutige Lorbeeren ums Haupt gewunden. Zunächst der Tante Froningheilige Kraft. Man darfs wohl erzählen, daß er den Neigen tapfer undglücklich eröffnete gegen einen höchst gefährlichen bis dahin stets siegreichenLinkser der Pfälzer. Er hat sichs aber auch sauer werden lassen undwochenlang mitten im Winter in aller Herrgottsfrühe zu einem privutissimumeinen linksschlagenden Inaktiven aus dem Bette geholt, damit der, aufeinen Auftritt gestellt, ihn die hohen Hiebe parieren lehre.*) Er fandtüchtige Mitarbeiter und Nachfolger in Neckmann, Brockhoff, Hart-mann und anderen, die das Album mit 1?^V. verzeichnet.

Hier ist nun auch wohl ein Wort darüber zu sagen, ob erstens dieAnschauungen über das Pauken und zweitens die Sache selbst sich ge-ändert hat.

Es blieb auch uns ein Mittel zum Zweck. Wir führten wederMensurbüchcr noch Mcnsurbänder. So öde Pauksimpelei, wie sie z. B.der oder jener Kneipgast aus dem Sommer 1874 oder später, zum Teilauch die Jenenser damals trieben, hat bei uns keinen Raum gefunden.Es fehlte ja auch an der Unterlage dazu, d. h. an zahlreichen Mensuren.So sind wir z. B. in der Zeit von 1875 77 bei der geringen Zahl derGegner nur wenig auf den Sand oder in den Dottcnhof oder nachPlittersdorf oder zu Stirmn in Godesberg hinausgekommen.

Bei der Bedeutung, die dem Pauken unter den Studenten bei-gemessen wird, glaube ich nun auch über die Auffassungen meiner Zeitgenauere Rechenschaft schuldig zu sein. Ich darf aber, wenn ich sie an-schließend an Wichmann weiter verfolge, wohl eine allgemeine Bemerkungvorausgehen lassen.

') Tante Froning ist ein sprechender Beweis, was der Wille vermag. Seinerstes Semester hatte gar nicht ahnen lasse», welche Wärme in ihm latent war. Nacheinem wohlverbürgten Gerüchte hat er aber in den Herbstfcricn, nm sein Handgelenkloser und sein Auge sicherer zn machen, an das Thor seines väterlichen Hofes täglicheinige große Kartoffeln genagelt und nach und nach gelernt, durch wohlgcziclte Spickeroder Quarten oder Durchziehcr sie Scheibe für Scheibe mit einer Sicherheit abzuschlagen,um die ihn mancher Chirurg beneidet hätte. Nach Bonn zurückgekehrt, überraschte eralles durch seine Fertigkeit und zählte bald, auch für andere Hochschulen, unter dieberühmtesten Schläger. Nur in einem Falle, so viel ich weiß, ist ihm nicht Kraftund Kunst, wohl aber das Glück untreu geworden. Wegen einer ins Ohr abgeglittenenTerz hätte ein Preuße zum Petrus werden und ihn zum MalchnS machen könne».Da mußtedie Tante", schwere» Herzens, sich umwenden lassen. Jetzt schlägtdieTante" ans anderem Gebiet eine nicht minder gute Klinge. Wir freuen uns desRufes, den seine historische» »nd litterarhistorischen Arbeiten in der Wissenschaft genießen.