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Auftreten, wie bei der Eröffnung der Universität Straßburg 1872, istes nicht mehr gekommen. Man ließ sich die Gelegenheit dazu z. B.bei der Einweihung des Hermannsdenkmals (August 1875) entgehen.Wohl aber kam es zu Streitigkeiten. Sie hatten bis dahin stets zumAustritt einer der Parteien geführt- Jetzt versuchte der Burschentag(Pfingsten 1874) die Beilegung solcher Zwiste dadurch zu erleichtern,daß er ?. ?.-Suiten zwischen Conventivnsburschenschaften gestattete. Gradedies gab den Anlaß zum Bruch. Die Bubenruthia wollte gemäß ihrenStatuten eine von der Tübinger Germania aufgebrummte ?. ?.-Suite nichtannehmen. Die Germania stellte den Antrag auf Ausschluß der Buben-ruthia und zog zur Begründung den Pfingsten 1874 gefaßten Paragraphen an,der aber nur gestattete, nicht gebot. Der Streit endigte mit der Auflösungder Convention. Der eigentliche Grund war freilich die Unvereinbarkeitder Richtung des Süddeutschen Kartells (Alemannia Heidelberg, GermaniaTübingen, Germania Erlangen, Teutonia Kiel und Teutonia Jena) unddes Roten (Arminia Jena und Bubenruthia). Zwischen ihnen wahrten wirunter allen Umständen unsre Selbständigkeit und waren eigentlich froh,daß es so gekommen. Denn war früher in der That die Convention einVerband der anerkannt tüchtigsten Burschenschaften: jetzt hatten manchean Kraft und Ansehen viel eingebüßt und gingen — mors rusutis uesrvi— zum Teil recht Übeln Schicksalen entgegen.
Mittlerweile hatte der große Rest deutscher Burschenschaften, also derMehrzahl nach die weniger tüchtigen oder gradezu untüchtigen, im No-vember 1874 zu Eisenach einen neuen allgemeinen D. E. gegründet, derwomöglich alle Burschenschaften überfluten sollte. Wir schlössen uns nichtan, einmal, weil damals die Convention noch bestand und dann, weilwir uns zu gut dünkten, mit allem, was sich Burschenschaft nannte, unSsolidarisch zu machen.
Wir gingen aber auch der Erneuerung engerer Beziehungen aus demWege, obschon dazu die Jenenser Arminen und Bubenreuther die Handboten. Es waren jetzt seit 1875 auch mal Leute von uns als Kneipgästenach Jena (Eschenburg, Sommersemester 1875, Höcker, Wintersemester. 1875/76) und zahlreich nach Erlangen (F. Franz, H. Smend, Heinke,Spiekmann, Pferdekämper, Strupp, Niemeper u. a.) gegangen;von jener Seite waren Tönnies, Hummerich, Maltet 1874 und 75, Zicse,Hegel, Wiegand 1876 gekommen. An der Pflege persönlicher Freund-schaft hat es auch nicht gefehlt. Aber ich selbst habe s. Z. einem diplo-matischen Fühler gegenüber unsere Meinung dahin ausgedrückt, daß dasbisherige Verhältnis uns lieb und wert sei, ein Kartell aber nicht. In