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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
Entstehung
Seite
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simpler. Wenn ich heute an meine eigenen Meilsuren zurückdenke undnicht einmal den Namen des ersten, mit dem ich los war, und ebensowenigden des letzten anzuführen imstande bin, so beunruhigt mich das sehrwenig. Was wir von uns fernhalten wollten, war Nenommage, und dasist uns auf diese Weise gelungen. Darum war man nicht gleichgültiggegen den Waffenerfolg. Mancher Sieg ist auf fröhlicher Kneipe gefeiertworden, und die Semesterberichte betonen mit Vorliebe das Glück auf derMensur. An guten Schlägern hat es uns selten gefehlt. Nach Tübingenund Würzburg, nach Göttingen und Leipzig haben sie als Inaktive unserenRuf getragen. Im Jahre 1867 verfügten wir über eine Reihe gefürchteterKlingen, was bei der großen Mitgliederzahl' nicht zu verwundern war,aber auch aus der späteren Zeit lassen sich Namen von gutem Klangnennen. Der jüngere Beckhaus hat sich schon in seinem 2. Semester,im Sommer 1873, einen Namen gemacht, indem er einen Verdenser, derin Göttingen auf seinen vier ersten Mensuren vier Abfuhren ausgeteilthatte und dann, um Gastrollen zu geben, nach Bonn gefahren war, miteiner festen Abfuhr heimschickte. Allerdings sind auch auf unserer Seiteauffällige Abfuhren zu verzeichnen. Borges mußte, nachdem ihm mittenauf dem Kopf ein gefährlicher Schmiß die Hirnschale zersplittert hatte, sodaß man nach der Heilung fast einen Finger hineinlegen konnte, beispäteren Mensuren eine starke Schutzplatte tragen, Stachelhauscns Stirnwar mit Blühe geflickt, zwei parallele Linien durchfurchten die StirnGeyers von der einen zur anderen Seite, und manche Backe war miteiner Tiefquart oder einem Durchgerissenen geschmückt. Doch das war inden Jahren vorher auch so gewesen, man braucht nur an Madelung undLeopold Schmidt, an Lose und Tillmanns zu erinnern.

Wenn ich hier an eine Bemerkung Hcssel's anknüpfen soll, so hatsich die Praxis auf der Mensur, glaube ich, nicht so sehr geändert, wieseine Worte vermuten lassen. Allerdings hielten wir auf ruhiges Stehen-bleiben. Ein Herumlaufen mit dem ewigen Terzengetrommel auf denArm des Gegners schien uns unschön und unzweckmäßig, und kam es vor ich erinnere mich an einen Fall aus dem Sommer 1869 so bliebunsere Unzufriedenheit nicht ohne deutlichen Ausdruck: der Betreffendegehört nicht mehr zu uns. Aber Deckung zu nehmen verschmähten wirkeineswegs. Das verlangt auch gar nicht der feste Stand. Wer es gelernthat, kann stehend die Tiefquart besser parieren als mit einem Seitensprung,der nur zu leicht von der Mensur abführt, um von dem Ausweichen mitdem Kopfe gar nicht zu reden. Mit der Klinge soll man den Hieb auf-fangen oder ihm zuvorkommen. Denn nicht allein das Abwehren ist