Lage den Antrag anzunehmen, weil er uns in Widerspruch mit denStatuten der Konvention gebracht Hütte.
Ein Aufruf zur Vereinigung aller Burschenschaften gingim Dezember 1373 von der Grcifswalder Rugia aus. Diese Angelegen-heit war noch nicht erledigt, als Ostern 1874 der Vorsitz in der Konventionan die Alemannia in Bonn überging. Eine Zeit lang war die irrtümlicheMeinung verbreitet gewesen, daß die der Konvention angehörigen Burschen-schaften beigetreten seien, und infolge davon war von den Bonner Frankonenan uns die Aufforderung ergangen mit ihr einen Bonner DE zu gründen.Wir waren aber weit entfernt davon zu einem Schritte die Hand zubieten, der eine solche Gründung zur notwendigen Folge gehabt Hütte.Ebensowenig hielt die Konvention eine Vereinigung mit den übrigenBurschenschaften, die sich zum Teil eines sehr zweifelhaften Rufes erfreuten,für möglich. Durch ein schleunig erlassenes Rundschreiben und durch Mit-teilung nach Greifswald klärten wir den Irrtum auf. Die Rugia hattesich mit ihrer Einladung an die einzelnen Burschenschaften gewendet, dieKonvention als solche erteilte die ablehnende Antwort. Eine gleiche gingnach Beginn des Wintersemesters 1874/75 an die Hannovera nachGöttingen ab, die im Auftrage des grün-weiß-roten Kartells von neuemzu einem Eisen ach er Deputierten-Konvent, der denn auch wirklich zustände kam, eingeladen hatte.
Zu den Bonner Verbindungen blieb also unser Verhältnis unver-ändert. Die Marchia hatte vor Ostern 1871 mit uns wegen einesPaukverhältnisses unterhandelt, gerade als es zum Abschluß kam, flog sieauf. Eine Märkermensur habe ich nie gesehen. Mit der Helvctia, diesich im März 1872 wieder aufgethan hatte, paukten wir im Sommer; imNovember 1872 wurde sie von uns, im Mai 1873 von Frankonen undTeutonen in Verruf gesteckt, so verschwand sie von der Bildfläche.
Mit den beiden zuletzt genannten Verbindungen haben wir seit 1871ein regelmäßiges Paukverhältnis unterhalten, dessen Ton im ganzen an-ständig geblieben ist. Seit November 1872 tauschen wir auf unserenWunsch zu Anfang des Semcrsters Mitgliederverzeichnisse aus.
An Zahl waren wir ihnen gewöhnlich überlegen, wie weit wir allenin den Waffen überlegen waren, das läßt sich zahlenweise nicht mehr fest-stellen. Denn über die Mensuren ist von unserer Burschenschaft grund-sätzlich nie Buch geführt worden. Die Mensur galt uns immer nur alsMittel zum Zweck, nicht als Selbstzweck. Auch Mensurbänder mit Angabcdes Gegners, der Abfuhren, der Nadeln waren bei uns nicht Brauch; ver-suchte es einer einmal mit einem solchen, so galt er als schlimmer Pauk-