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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Unter allen diesen trat keiner so hervor, daß man sagen könnte, ihmverdankt die Burschenschaft ihre neue Blüte. Aber man muß ihnen nach-rühmen, daß sie fest zusammenhielten, daß sie für einander lebten, daß siestramm waren nach außen, gemütlich untereinander, mit geringen Aus-nahmen alle brauchbar und tüchtig. Sie haben auch im späteren Lebenihren Weg gemacht und sind, von einem einzigen abgesehen, alle zu Amtund Würden gekommen, so wie sie es in der Jugend geplant hatten.

Es waren unter ihnen gewiß große Gegensätze vorhanden. Der feine,kleine Hartog, der stillvergnügt sein Pfeifchen rauchte und mit dem leb-hafteren, leider schon damals Herzkranken Voigtei fest an seinem Leib-burschen hing, derchrausige" Spitzbarth, der in seinem Thatendurstlärmend um sich schlug, dann der sangcsfreudige Jösting und der schüchterne,wortverlegene Schindler machten im Sommer 1871 den Anfang. Imnächsten Semester treten auf Ruer und Graeve, die beide nachher Sprechergeworden sind. Jener hatte es bei den Ghibellincn in Tübingen und beiden Dresdcnsern in Leipzig versucht, aber erst, als er im 4. Semesternach Bonn kam, fand er bei uns das Wahre. Er war lebhaft undempfindsam, warm schlug ihm das Herz für seine Freunde. In kurzeinwurde er zum Bierzeitungsredaktenr gewählt, wozu ihn, den Dichter deszuerst in der Bierzeitung der Drcsdcnsia erschienenen Liedes:Es saßen diealten Deutschen an beiden Ufern des Rheins," Witz und Humor besonders em-pfahlen. Graeve, der von seinem weit älteren Bruder bei uns eingeführtwurde, war schmuck in seinem Äußeren, zurückhaltend, ruhig und sicher in seinerHaltung, ein überzeugter Anhänger der idealen Richtung in der Burschen-schaft. Mit ihnen sprangen Stein und Dewitz ein, beide rege undstrebsam und doch ganz verschieden, Dewitz, hager von Gestalt, nachlässigin Gang und Kleidung, ein fleißiger Historiker, Stein ein ebenso eifrigerJurist, volltönend in Sprache und Auftreten. Unter den Füchsen vonOstern 1872 stehen sich in ähnlicher Weise gegenüber der rauhbärtigc,wildgewaltige Ger lach, ein heißblütiger Nnheländer, und der niedliche,rundwangige, immer fröhliche Natorp, dem schweigsamen Wortmannund dem festen, braven, für Wald und Jagd begeisterten Mötke lBertels-mann), der von der Prima aus mit dem Gewehr auf der Schulter nachFrankreich in den Krieg gezogen war, der bewegliche, muntere, nie rede-müde Philippi und der gleich redegewandte Lehmann, Sprecher imSommer 1874. Es folgt die kleine aber stramme Confuchsia des Winters1872/73, Beckhaus, Wißmann und Schulte, hochgewachsen und kräftigdie beiden ersten, alle drei von gleichem Paukeifer beseelt, wenn auchnicht gleich vom Glücke begünstigt.