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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Sache zugleich eine so verzweifelt ernste Seite gehabt hätte. Und wiewar das Erwachen? Der Kater, der sich im Laufe des Vormittags aufallen Buden einstellte, gehörte zu der schlimmen Art, die sich selbst durchbewährte Mittel nicht so leicht vertreiben läßt. Der Anblick der geborgenenSchätze hatte wenig Tröstliches. Denn sobald Zartmann vor Gerichtklagte, mußten sie wieder herausgegeben werden. Jedenfalls war dasSchänzchen verloren, verloren durch eigene Schuld. Denn wenn auch dergrößere Teil der Schulden aus alter Zeit stammte, die augenblicklicheLage war durch die unentschlossene und langsame Behandlung der Geld-frage während des Winters und durch die thörichte Übereilung des letztenAbends verschuldet.

Auf ein Entgegenkommen des Wirtes durfte man eigentlich nichtmehr rechnen. Die trotzdem über eine Rückkehr in die verlassene Kneipegepflogenen Unterhandlungen führten denn auch nicht zum Ziele. Manmußte froh sein gegen Bezahlung von 100 Thalern, die nach Ostern auseigenem und von Öhmichen geliehenem Gclde aufgebracht wurden, einenTeil des Kneipschmuckes zu erhalten, der notdürftig ausreichte, die neueKneipe bei Nied er stein auf der Sandkaul, die frühere Westfalenkneipe,einzurichten. Den übrigen Teil, darunter den ganzen Kommerswichs,behielt Zartmann bis zur vollständigen Tilgung der Schulden zurück.Das währte bis zum Februar 1872. Es war äußerst lästig, daß in derganzen Zeit bis dahin, jedesmal wenn ein Kommers oder sonst eine Feier-lichkeit bevorstand, um leihweise Herausgabe des notwendigsten Schmuckesunterhandelt werden mußte, und Zartmann that nichts, diesen Druckweniger fühlbar zu machen.

Zur Zeit des unglücklichen Auszuges belief sich die ganze Schuld derBurschenschaft, allgemeiner Pump und Einzelpümpe, garantierte und ur-sprünglich nicht garantierte, alles in allem auf rund 375 Thaler. Dem-gegenüber hatte die Burschenschaft etwa 400 Thaler als Forderung analte Herren und gegen 150 Thaler bei Aktiven und Inaktiven ausstehen.Hiervon wurde die letztere Summe im Laufe des Jahres zum größtenTeile eingezogen und Zartmann übergeben, jene ältere Schuld aber,von der nur ein geringer Bruchteil eingelöst wurde, ist, als die Zeit der.Not vorüber war, gestrichen. Nur wenige der Beteiligten haben in rühm-licher Ausnahme, als sie in bessere Lage gekommen waren, sich selbst ihrerSchuld erinnert und sie nachträglich berichtigt.

Haben auf der einen Seite also alte Herren versagt, so haben aufder anderen viele um so bereitwilliger geholfen. Es war von dein Konventsehr verständig, daß er, um sich endlich von der drückenden Last zu befreien,