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hat aber nicht einen einzigen Brief an einen der schuldenden alten Herrengeschrieben. Das; man ihn daraufhin absetzte, war das Mindeste, wasman thun konnte. Es war die Schuld des Konventes, wenn zur Besserungder Lage nicht mehr geschah. Diese war noch gar nicht so schlimm. Dennda Zart mann im Dezember seine Forderung darauf beschränkte, daß50 Thaler vor und 5V Thaler nach den Weihnachtsferien bezahlt würden,so brauchte man nur zu dem Mittel der früheren Jahre zu greifen undeine doppelte Wechselsteuer auszuschreiben. Daran dachte man aber nichtoder wollte man nicht denken. Man erhob für das lange Wintersemesterpro Kopf nicht einmal so viel wie für das kurze Sommerscmester, unddieselben, die im vorigen Winter 16 Thaler gezahlt hatten, zahlten indiesem 6 oder nur 5. Acht Aktive brachten nur 50 Thaler auf, undan Zartmann wurden durch den Kassenwart überhaupt nur 35 Thalergezahlt, und doch fielen in dieser Zeit mancherlei Ausgaben wie z. B.Mensuren von vornherein fort.
Aber trotz dieser offenbaren Saumseligkeit hätte Zartmann esvielleicht nicht zun; Bruch kommen lassen, obwohl er damit drohte sichwegen Kränklichkeit vom Geschäft zurückzuziehen, wenn nicht von unsererSeite der letzte und schlimmste Fehler begangen wäre. Am 11. Februar 187iwurde, wie alljährlich, das Stiftungsfest der Fridericia miteiner Musikkneipe gefeiert. In dem Konvent, der vorhergegangen war,hatte man, da die Verhandlungen mit Zartmann gerade einen günstigenVerlauf zu nehmen schienen, beschlossen alles zu thun, um das Schänzchenzu halten. Aber an den; festlichen Abend erhitzten sich die Gemüter. Alses in später Stunde zu einem Wortwechsel mit dem Wirte kam, redeteman sich in die Stimmung einer gerechten Entrüstung hinein, und dasWort Kündigung fiel. Der Gedanke, das; man den Pump nicht bezahlenkönne und also wahrscheinlich ohne Kneipschmuck in eine neue Kneipe über-siedeln müsse, steigerte die Erregung. Der unsinnige Vorschlag tauchteauf, zu retten, was zu retten sei, und schnell war der Entschluß gefaßt.Jeder ergriff, was er tragen konnte, Bilder, Hörner, Schläger, und soausgerüstet zog man in die dunkle Nacht hinaus, nicht rheinauswärts, dain diesem tollen Aufzuge das llmklcttern des Gitters zu schwierig gewesenwäre, sondern den; Kölnthore zu. Der kleine Flu es rettete das großeTrinkhorn, das ihn; besonders ans Herz gewachsen war, die noch kleinere„Trichine" brach unter der Last eines Semesterbildes, das man ihn;aufgepackt hatte, schon vor den; Kölnthore zusammen, hier fand am folgendenTage ein Bürger das Bild vor seinem Hause, und noch anderes hätte beidiesem eiligen Rückzüge komisch genug erscheinen können, wenn nicht die