manche mußten in gleicher Höhe bleiben, eine und zwar die bedeutendsteist sogar gewachsen. Für die eigenen Ausgaben, d. h. diejenigen, die dieBurschenschast als solche hatte, ist es ihr immer möglich gewesen aufzu-kommen. Die Gefahr für die Semester zu Ende der 60 er Jahre bestandin der Pflicht, die Kneipschulden der früheren Aktiven und Inaktiven biszur Höhe von Ilk Thalern zu übernehmen, wenn sie nach einem Viertel-jahr nicht bezahlt waren, und sie wuchs natürlich, je mehr MitgliederBonn verließen oder austraten. Die von Semester zu Semester zusammen-schmelzende Zahl der Zurückbleibenden stand dem Anschwellen deS allge-meinen Kneippumpes machtlos gegenüber. Bei den Inaktiven konntenEhrentermine helfen, aber gegen die Ausgetretenen oder Exmatrikuliertengab es, wenn sie nicht zahlen wollten oder konnten, kein zwingendes Mittel,und der Wechsel der Aktiven reichte nicht aus die übernommenen Ver-pflichtungen zu erfüllen. Trotzdem sind mehrmals an ihn starke An-forderungen gestellt worden.
Zu Ostern 1867 schuldete die Burschenschaft als solche, abgesehenvon den Einzelpümpen, dem Wirte Zart mann 1040 Thaler. Davonzahlte sie im Laufe des Sommersemesters durch den Kassenwart West-phalen baar 333 Thaler ab. Aber der Rest blieb immer noch sobedeutend, daß es dem Wirte nicht verübelt werden konnte, wenn er aufweitere Abzahlung drang, obschon seine Forderung, den allgemeinen Pumpgleich bis auf 150 Thaler herunterzubringen, übertrieben war. Man nahmdie Sache anfangs noch leicht, auch als er mit Kündigung drohte, undbeschloß nur, die alten Leute und Inaktiven, an die die Burschenschaft imganzen eine Forderung von nahezu 900 Thaler hatte, zur Bezahlung an-zuhalten. Aber Zartmann ließ nicht nach, sondern erklärte Januar 1868in allem Ernst, daß er bis zum Februar 600 Thaler verlange. Da vonden alten Herren nur gut 300 Thaler einliefen, sahen sich die Aktivengenötigt durch eine doppelte Wechselsteuer fast die gleiche Summe aufzu-bringen. Dieser „heroische" Entschluß und die eigene eifrige Thätigkeitmachten es dem Kassenwart Leop. Schmidt möglich, am 1. Februarauf einem Brett dem Wirt wirklich die 600 Thaler aufzuzählen, eineLeistung, die alle Anerkennung verdient. Der Wirt selbst war so über-rascht, daß er sich bei Ausstellung der Quittung das schriftliche Versprechenabnehmen ließ, bis zum 1. März 1870 „weder durch Drohen mit Kündigungnoch auf irgend eine andere Weise zur Bezahlung des offiziell garantiertenRestes zu nötigen, falls der garantierte allgemeine Pump (außer dem fürjeden Alemannen garantierten Privatpump von 12 Thalern) die Summevon 300 Thalern nicht übersteige."