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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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nicht ganz erloschen. Als Gustav Osthofs geheilt von seiner Krankheitaus Frankreich zurückkehrte, fand er in Bonn seinen Bruder und sechsjüngere Alemannen vor, die das Unglück ' gehabt hatten nicht für kriegs-tauglich befunden zu sein. Die übrigen Burschenschaften waren ein-gegangen, Teutonen gab es, von Mensuren beschloß man aber währenddes Krieges abzusehen. Unsere Leute richteten sich bei der kleinen Zahl,die im Laufe des Winters nur um zwei Füchse stieg, so gut es ging, aufdem Schänzchen ein, indem sie die größere Kneipe mit dein kleinen Zimmerim ersten Stock des Vorderhauses vertauschten. Hier hatten sie sich behaglicheingelebt, wenn nur mit Zartmann, dem Wirt des Schänzchens, besserauszukommen gewesen wäre, aber der machte ihnen mit ständigen Klagendas Leben schwer. Daß er so ganz Unrecht gehabt hätte, kann man nichtsagen. Denn weder mit der Essigfabrik noch mit der Nestauration machtener, sein Vater und sein Bruder glänzende Geschäfte, und wir selbst hattenbei ihm Schulden. Das war nun freilich nichts Neues, aber in früherenJahren, als die Kneipe für die vielen Zecher kaum groß genug gewesenwar, hatte er an uns gnt verdient, jetzt dagegen nahm er bei den wenigLeuten wenig ein, und die natürliche Folge war, daß er das Ausstehendeeinzuziehen suchte. Es war nicht so sehr der Krieg, wie der Jahresberichtsagt, der die bedenkliche Lage der Burschenschaft herbeiführte, die Ver-schuldung war viel älteren Datums. Auch die in den letzten Semesternaktiv gewesenen Leute traf kein eigentlicher Vorwurf. Man kann wohlnachträglich behaupten und zugeben, daß bei den großen Festen, demUniversitätsjubiläum und dem 25jährigen Stiftungsfest, die in Jahresfristeinander folgten, hätte gespart werden können. Aber das ist bei solchenNepräsentationspflichten nicht so leicht, und diese Feste haben doch auch,da die Kosten auf die Teilnehmer gleichmäßig verteilt und die Jubiläums-kassen von der Hauptkasse getrennt wurden, höchstens insofern dazu bei-getragen die Lage zu verschlimmern, als sie die Geldbeutel der einzelnenMitglieder stärker als gewöhnlich in Anspruch nahmen und vielleicht deneinen oder anderen zur Bestreitung der gewöhnlichen Ausgaben wenigerfähig machten. Von diesen Festen sind Schulden nicht zurückgeblieben,weder in Bonn noch in Oberwesel, sondern die Termine sind regelrechteingehalten worden. Die Hauptschuld an der Lage trug thatsächlich dieandauernde Abnahme der Mitgliederzahl, die bei ihrem Anfang imJahre 1867 als nachteilig zwar gar nicht empfunden war, jetzt aber, dasie an ihrer äußersten Grenze anlangte, fast einen Zusammensturz zurFolge gehabt Hütte. Denn keineswegs ließen sich in gleichem Maße, wiedie Mitgliederznhl zurückging, die Ausgaben der Burschenschaft verringern,