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Flasche Sieg und Wiedersehen feiern. Den Feldzug im Norden machteLisvin, Einjähriger im 4. Regiment, beim I., ich als 28er beimVIII. Armeekorps mit. Während sein Regiment vorübergehend in Amiensstand, kam ich als Leichtverwundeter dorthin. Ich suchte ihn auf und anmehreren Abenden saßen wir mitten in Feindes Land beim Bier und Skatzusammen und erzählten von unseren Kriegsabenteucrn. Nicht weit vonAmiens begegneten Beckhaus, der Assistenzarzt bei einem Ulancnregimentwar, und ich einander während des Marsches bei strenger Winterkälte undtauschten wenigstens einen eiligen Händedruck. Während der Okkupations-zeit fuhr ich mit Urlaub von Amiens nach St. Denis und fand dortGottschalk und Merschberger, die im Garde-Füsilier-Ncgiment standen.Gemeinsam genossen wir von der Spitze einer Seincinsel aus den wunder-baren Anblick, wie der geschlagene Feind die Waffen gegen sich selbstwendet. Mit Hülfe eines guten Fernrohres konnten wir uns mittenzwischen die kämpfenden Parteien versetzen. Wir hörten wieder einmalheftiges Gewehrgeknatter, das langgezogene Sausen der Granaten undsahen, selbst friedliche Zuschauer, uns zur Seite den Bauer, dank derSicherheit, die ihm der Landesfeind gab, seinen Acker bestellen und langeZüge flüchtiger Bewohner den Schutz unserer Waffen aufsuchen.
In anderen Gegenden des weiten Kriegsschauplatzes begegneten sichandere Alemannen. So erzählt Hantel in seinem Buche „Aus demSiegesjahre 1870/71. Kriegsfahrten eines Truppenarztes Zc.", wie er aufdem Schlachtfelde von Beaugency seinen Freund Lose wiedersah, als dieser,gerade aus dem Lazarett entlassen, auf dem Wege war, um sich seinem imGefecht befindlichen Bataillon, einem mecklenburgischen, wieder anzuschließen.Den berühmten Schlägerschmiß, den ihm ein Frankone über sein ganzesgroßes Gesicht, vom Ohr durch Backe und Mund bis zum Kinn gerissenhatte, durchkreuzte jetzt die frische Narbe eines Chassepotschusses. Diebreite Brust mit dem eisernen, mit dem goldenen mecklenburgischen Kreuzund dem russischen St. Georgsorden geschmückt, so ist Lose im Sommer1871 aus dem Felde über Bonn in die Heimat zurückgekehrt. An derLoire hatte er während des Krieges auch die beiden Brüder Michelsgesprochen, die als Ärzte eine Zeit lang in Kriegsgefangenschaft gesessenhatten, und auch Hager gesehen, der über seine Erlebnisse als Arzt imFelde mancherlei Interessantes in den Burschenschaftlichen Blättern ver-öffentlicht hat.
Während wir so durch Feindesland zogen und unter Mühsal undFreuden die Einigkeit des deutschen Reiches, das langersehnte Ziel derBurschenschast, erstreiten halfen, war am Rhein das Couleurlebcn doch