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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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bürg und waren sich auch da selbst genug. Mit eigenen Waffen tratensie den Makaren gegenüber und paukten 1868 69 eine beträchtliche Anzahlvon Mensuren aus. In Tübingen gingen einzelne unserer Leute mitGermanen los, nur in Göttingen und Heidelberg kneipten je zwei, dortmit den Brunsvigen, hier mit den Frankonen. So hatten wir uns in undaußer Bonn rasch wieder daran gewöhnt, allein unsere Wege zu gehen.Wir waren bei der Lage der Dinge davon überzeugt, der gemeinsamenburschenschaftlichen Sache den schuldigen Dienst am besten zu erweisen, wennwir die Fahne der Alemannia zu Bonn hochhielten.

Wenn gerade zur Zeit unserer höchsten Blüte von zwei auswärtigenBurschenschaften der Verruf über uns verhängt worden war, so hattenwir uns in unserem Thun und Lassen dadurch nicht behindert gefühlt, weilwir die Schuld an dem Zerwürfnis nicht trugen, aber hatten doch in sounberechtigten Verrufserklärungen einen Schaden für die burschenschaftlicheSache überhaupt gesehen. Die Aufhebung des Verrufs, die von denHeidelberger Frankonen im Februar 1868 und von den ErlangerGermanen im April 1869 ausgesprochen wurde, war daher von uns nurals die Wiederkehr des natürlichen Auslandes begrüßt worden.

Nun erging im November 1869 von eben denselben Germanen anuns die Aufforderung, an der Bildung einer Konvention vorläufig von13 Burschenschaften uns zu beteiligen. Wir erkannten darin zunächst mitGenugthuung den Beweis dafür, daß auch von jenen das Unnatürlichedes früheren Verhältnisses wohl empfunden war. Dann aber warzu überlegen, ob wir unserer bisherigen Politik der Zurückhaltungtreu bleiben oder jener Aufforderung Folge leisten sollten. In einer Reihevon Konventssitzungen wurde diese Frage erwogen. Es ließ sich nicht ver-kennen, daß die Vereinigung einer stattlichen Zahl von Burschenschaften,die sich alle wenn auch mit Unterschied eines guten Rufes erfreuten, diegemeinsame Sache besser fördern könne als das wenn auch noch so ziel-bewußte Auftreten einer einzelnen Burschenschaft. Freilich mußten wir,wenn wir beitraten, auf die Annehmlichkeit einer Stellung, welche nur fürdas eigene Thun und Handeln Verantwortlichkeit kennt, verzichten, und dochhatten wir sie erst seit kurzem wieder recht schätzen gelernt. Aber deretwaige Nachteil, den der Anschluß an die anderen etwa mit sich bringenkonnte, durfte auch nicht zu hoch angeschlagen werden. Das Kartell hattenwir gekündigt, weil wir von Nicht-Alemannen nicht das Verhältnis derBurschenschaft zu ihren eigenen Mitgliedern beurteilt wissen wollten, sondernin dem Versuche es zu thun einen Eingriff in unsere Rechte und eineGefahr für unsere Selbständigkeit erkannten. Die Konvention aber sollte