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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Mit 5 Füchsen und den zurückgekehrten Inaktiven kamen wir aus 14 Mannund waren bei der damaligen Schwäche aller Verbindungen noch relativstark. Mendt wurde wieder aktiv, zunächst Schriftwart, dann Sprecher.Er hat uns wiederholt bei wichtigen Gelegenheiten in Bonn und Eisenachmit Erfolg vertreten. Mit gutem Rat half uns Leopold Schmidt, eineifriger Philologe, der nach gut bestandenem Staatsexamen leider allzufrühgestorben ist. Wegen seiner kleinen, unansehnlichen Figur und der großenschwarzen Augen wurde er das kleine Üz genannt; in Tübingen, wo seinName zu einer Verwechselung mit unserem hochgewachsenen, vielgerühmtenSchläger Ed. Schmidt geführt hatte, so daß er gleich nach seiner Ankunftvon Germanen ankontrahiert worden war, hatte er sich eine Hochguart durchdas ganze Gesicht geholt. Er spielte nicht gerade, was man eine Rollenennt, unter uns, dazu war er zu einfach und bescheiden, aber er hielt dieÜberlieferung aus der guten Zeit der sechziger Jahre in uns wach.Simons erfreute uns und die Bierzeitung durch stets neue Schwänke seinerfreiwilligen und unfreiwilligen Komik, doch stand die Bierzeitung dieserSemester nicht auf der Höhe früherer Zeiten.

Bei unserer geringen Zahl durften wir nicht mehr mit dem einst an-erkannten Einfluß auf die Studentenschaft rechnen, um so weniger, als sichdamals in dieser eine Bewegung gegen die Vorrechte der Verbindungenvollzog, die zu der Bildung eines sogenannten permanenten Studenten-Komitees führte und etwas später, im Winter 1870/71, ein äußeres Zeichenin dem allerdings bald aufgegebenen Versuch fand, bunte, nach den Fakul-täten unterschiedene Mützen für alle Studenten einzuführen. Aber wo esgalt öffentlich aufzutreten, wie z. B. beim Arndtkommers, der im Januar1870 zur Feier des 100. Geburtstages des Kämpfers für Recht und Frei-heit und Einigkeit des großen deutschen Vaterlandes gefeiert wurde, undbeim Begräbnis von Bölling im Mai 1870, da gelang es uns ohnebesonderen Kampf unsere Wünsche durchzusetzen, indem wir unserem Sprecherdie zweite Rede und uns einen bevorzugten Platz sicherten.

Zu anderen Hochschulen traten wir damals in ein neuesVerhältnis. Seit die enge Verbindung mit den Arminen undBubenreuthern durch Kündigung des Kartells von uns Ende 1866gelöst war, hatten wir jede Annäherung an andere Burschenschaftenstreng vermieden und waren für uns geblieben. Kneipgästc hatten wir biszum Sommer 1869 wenig, nur einzelne Brunsvigcn wie Witte, der 1867den Bierzipfel erhielt. Unsere Inaktiven aber gingen mit Vorliebe nachBerlin, wo ihnen der Verkehr mit anderen Burschenschaften fern lag undsie eine eigene Kneipe, bei Stieme, hatten. Andere studierten in Würz-