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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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sein philologisches Examen später in Bonn zu machen. Beim Ausbruch desKrieges trat er als Einjähriger zusammen mit Schulte in das 13. Infanterie-Regiment ein. Vor Metz erkrankte er am Typhus und starb nach wenigenWochen im Lazarett von Kreuznach. Er ist der einzige, den die Alemanniaim Kriege verloren hat, aber es paßt auf ihn Schillers Wort:Ja, derKrieg verschlingt die Besten!" Wer die hohe Stirn, umrahmt von braunenLocken, die hellen forschenden Augen über der gebogenen Nase, unter vollenLippen das kräftige Kinn gesehen hat, der wird Borges nicht so leicht vergessen.

Mendt verließ Bonn Herbst 38, Zehn Ostern 39, beide kehrten aberzurück und haben der Burschenschaft dann noch wesentliche Dienste geleistet,der erstere als Sprecher in kritischer Zeit vor dem Kriege, der andere nachdemselben als alter Herr im medizinischen Staatsexamen.

War also auch in jenen sechziger Jahren die Zahl zurückgegangen, soergänzten sich doch damals Alte und Junge in so glücklicher Weise, daßman für den Augenblick einen Mangel gar nicht empfand, und sorgendeBlicke in die Zukunft zu thun ist ja nicht gerade eine Gewohnheit derakademischen Jugend. Dann kam auch wieder die Zeit, die einen regel-mäßigen Zugang an Füchsen zu bringen und somit für die Zukunft wiedereine Verstärkung der Mitgliederzahl zu verheißen schien. Das Winter-semester 1338/39 und der Sommer 1839 zählten je 7 Füchse, und dazugleich ältere Inaktive wieder aktiv wurden wie z. B. Weyland, der dasschon im 4. Semester verwaltete Amt des Sprechers wieder im 8. Semesterübernahm und Osthoff, der im gleichen Semester Schriftwart wurde, sowuchs das Gefühl der Sicherheit nicht nur infolge der zunehmenden Zahl,sondern auch infolge des Ansehens, das einzelne genossen. So kam es,daß selbst sorgende Gemüter wie Weyland, die Krisis, an die andere garnicht gedacht hatten, für überwunden hielten, und das fröhliche Sommer-semester 1839 mit dem schönen Abschluß des 25jährigen Stiftungsfestesschien ihm Recht zu geben. Aber wie gesagt erwiesen sich diese Hoffnungenbeim Antritt des Wintersemesters als ganz trügerisch.

Die Austrittserklärungen in den Jahren 1833 und 1837 warenzwar in größerer Masse erfolgt, in beiden Jahren je 12, aber sie hattenfür die Burschenschaft viel geringere Bedeutung gehabt. Denn es warenfast nur Füchse gewesen, die Zahl der Zurückbleibenden war immer nochsehr groß zu nennen und es ließen sich wohl Umstände finden, die als Er-klärung dienen konnten. Die übergroße Zahl hatte das Zusammenlebenerschwert und eine einheitliche Erziehung der Füchse fast unmöglich gemacht.Man gab sich überhaupt weniger mit ihnen ab, weil man es nicht für nötighielt. Manche derselben mögen sich zu wenig beachtet gefühlt und einen