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Schlüsse des Kneipabends dein kühnen Gedanken ins Siebengebirge zuspritzen die Ausführung auf dem Fuße folgte. Dann traf uns der ersteSonnenstrahl auf dem Gipfel des Ölbergs. Heutzutage keucht die Lokomo-tive die Berge hinauf, wir waren auch ohne sie glücklich und fanden dasMenschengctriebe auf dem Drachenfels schon damals bunt und lebhaft genug.Das einfache Mittagessen im stillen Forsthaus auf der Löwenburg, dieErdbcerbowlc auf dem grünen Rasen vor der Klosterruine in Heisterbach,in kühler Abcndluft unter Gesang die Heimfahrt im gleitenden Nachen, daswar uns nach dem Herzen. Oft gingen die Wanderungen auch über dasSiebcngebirge hinaus: Honnef schien vom Drachenfels aus so bequem zuerreichen, gegenüber lag Rolandseck, wo bei Groyen zwar die Bowlemäßig, aber der Platz im Garten mit seiner herrlichen Aussicht um soschöner war. Oder es winkten in der Ferne Remagen und Linz, weitöffnete sich das Ahrthal, und man zog ein in den Bannkreis von St. Peterzu Walporzheim. Lange Zeit war die Lochmühle das Hauptquartier, undwir waren gut angekreidet, aber auch sonst fand der durstige StudentPlätze genug, wo er sich zu fröhlichem Trünke niederließ, um nachher vomWeine schwer müde das Haupt zu senken oder in erquickendem Bade neueKraft sich zu holen. Ins Ahrthal führt von Bonn auch die MeckenheimerStraße, auf ihr sind wir mit Omnibus und Wagen insgesamt nach Alten-ahr gefahren, um bei Caspari auf regelrechtem Kneipabend die Machtdes Rotweins zu erproben.
Aber nicht alle Tage konnte es so hoch hergehen. Auch der Rheinist nicht immer grün, das Siebengebirge schimmert nicht immer blau-golden.Doch der Bonner Student ist um seinen Nachmittag auch dann nicht ver-legen, wenn die Wolken tief hängen und grau-gelb sich die Flut am altenZoll vorbeiwälzt. Das Schiffchen bringt ihn hinüber nach Beuel zurKegelbahn beim „Schwiegervater" oder nach Brodesser zum schwersten allerQuodlibets. Am besten aber waren wir immer aufgehoben bei gutem wiebei schlechtem Wetter in Godesberg. Der Adler hatte sich mehr undmehr als Studentenkneipe vervollkommnet. Die Zimmer im Hinterhause,erst die einfacheren zur linken, dann die prächtiger ausgestatteten geradeaus,waren wie geschaffen für unsere Exkneipen, das Jagdzimmer für Bowlenin kleinerem Kreise, die anderen für Niesenbowlen. Besonders an den Tagennach Kommersen war Godesberg unser Ziel. Nirgendwo konnte der Kater sogut vertrieben werden wie im Adler, nirgendwo konnte ein neuer so leichtwenn auch nicht gerade billig gekauft werden wie hier. Plittersdorf undRüngsdorf waren noch unbekannte Größen, unsere Ausfahrten endetendamals zumeist in Godesberg.
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