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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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nahm, ging diese bald zurück. Je mehr er seine Freunde hinzog, destoweniger kamen die Studenten, und schließlich blieben sie ganz aus. Dakam Hagemann im Mauspfad in Flor.

In jenen früheren Jahren aber waren wir täglich zum Frühschoppenda und saßen auch oft noch über Mittag auf unserem Platze. Mancher zogüberhaupt eine Rulandsche Portion dem üblichen Mittagessen von Suppeund zwei Gängen vor, wie es ein großer Teil von uns zu 6, dann zu 8und später zu 10 Sgr. in der Rheingasse bei Jordan zu sich nahm, denwir den Menschenvernichter nannten, weil er einmal einen schlechten Zahlerdurch eine gerichtliche Anzeige zu vernichten gedroht hatte. Einen offiziellenMittagstisch hatten wir trotz verschiedener Anläufe ihn zu gründen damalsnicht.

Nach dem Essen ging eszur Beförderung der Verdauung" regelmäßigum 2 Uhr zum Paulboden, auf dem der alte Ehrich, seit 1869 vonseinem Neffen unterstützt, noch weise das Wort und zu vereinzelten Muster-Hieben auch noch scharf den Schläger führte. Der körperlichen Anstrengungfolgte ebenso regelmäßig die Erholung, indem im Garten von Kley beischlechtem Kaffee ein guter Skat gespielt wurde.

Von dort schweifen die Blicke hinüber auf das andere Ufer und rhein-aufwärts. Der grüne Strom rauscht majestätisch vorüber und ladet zurFahrt ein, die sieben Berge erscheinen in scharfen Umrissen dem Auge sonahe, als wenn ein Sprung genügte sie zu erreichen, oder sie liegen inblauer Ferne wie von einem duftigen Schleier umhüllt, der nur bestimmtscheint den Reiz zu erhöhen. Über Fluß und Berg und Thal webtSommersonnenglanz ein goldenes Netz. So liegt verführerisch vor unserenBlicken die herrliche Landschaft. In den Herzen regt sich frische Wander-lust. Da kommt der Dampfer in Sicht. Wer will noch überlegen, ob derNachmittag frei ist, wer denkt ans Kolleg? Aufs Schiff, aufs Schiff, nachKönigswintcr! Wer je an den Rhein nach Bonn gezogen ist, hat diesenZauber an sich selbst erfahren, der die Herzen umstrickt, der Sinn undGemüt gefangen nimmt. Wie oft haben wir dem alten Simrock für seinLied an den Rhein, das dieser eigenartigen Stimmung so schöne dichterischeWorte leiht, unsere Dankbarkeit bezeugt, indem wir es ihm zu Ehren an-stimmten, wenn er sich an schönen Sommerabcndcn im Garten des Schänz-chens einfand! Wie oft haben wir, war es nun von Kley oder vomSchänzchen oder später von Löllgcn aus, dieser Stimmung durch die Thatnoch unmittelbareren Ausdruck gegeben und sind mit fröhlichem Mute auf-gebrochen, um die steilen Höhen zu erklimmen und hinabzublicken in denStrom! Nicht einmal das Dunkel der Nacht war ein Hindernis, wenn am