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wenn sich das auch in verschiedener Weise äußerte. Mit manchen unter denersteren verband den einzelnen Alemannen Freundschaft von früherer Zeitoder gemeinsames Studium z. B. durch die Arbeiten im philologischen Se-minar. Einige von ihnen waren gern gesehene Gäste auf der Kneipe.So bin ich von einem Philologen und Landsmann auf dem Schänzcheneingeführt worden mit den Worten: „Wenn überhaupt, so darfst du nurin die Alemannia einspringen."
Unsere Stellung aber zu den Bonnner Verbindungen und ihrenMitgliedern hing von Paukverhältnis und Verruf ab. Dabei ist vielfacherWechsel zu verzeichnen. Eines aber blieb während der ganzen Zeit von1867 — 1874 gleich, die kühle Zurückhaltung, die wir im Verkehr be-obachteten. Die Alemannia nahm eine Stellung vollständig für sich ein,sie wies Einladungen zum Anschluß an einen wiederholt gebildeten undwieder aufgelösten D. E. regelmäßig zurück, ohne daß je eine Debattedarüber im Convent nötig gewesen wäre. Sie suchte weder Halt ananderen noch wollte sie ihn bieten. Denn die burschenschaftliche Sacheglaubte sie, ohne sich einer Anmaßung schuldig zu machen, in Bonn alleinzu vertreten. Zwar gab es im Sommer 1867 noch vier andere Ver-bindungen in Bonn, die sich als Burschenschaften bezeichneten. Aber dieTeutonia befand sich schon auf der abschüssigen Bahn, im Herbst wurdesie Landsmannschaft, acht Jahre später auf kurze Zeit Corps, dann gingsie ein. Die Marchia ließ uns über ihre burschenschaftliche Richtung imUnklaren, zu unbedingter Satisfaktion entschloß sie sich erst 1865. Sietrat überhaupt wenig hervor, aus der Mensur waren die blauen Mützender Märker selten zu sehen, zum Frühschoppen bei Nuland und zum Kaffee-skat bei Kley erschienen sie täglich. So war die Marchia damals nichtviel mehr als eine Farben tragende Blase. Sie suspendierte vor Ostern 1871,als die Paukereien nach dem Kriege wieder ausgenommen werden sollten.Die Helvetia trat aus der Mensur strammer auf, schadete sich aber selbstdurch den rüden Ton ihrer Mitglieder. Im Jahre 1873 flog sie, von allenin Verruf gethan, endgiltig auf. Die Frankonia ist zwar wie unsereeigene Burschenschaft aus der Fridericia hervorgegangen, aber sie unter-schied sich von uns nicht nur durch den § 3, sondern ließ von innerer Ver-wandtschaft überhaupt wenig merken. Es schien uns, daß sie die burschcn-schaftliche Richtung ebenso leicht und ebenso unbegründet wechsele wie dieFarben ihrer Mützen und Bänder, und zeitweise kamen uns ihre Leute mitdem übertriebenen Gewicht, das sie aus Äußerlichkeiten legten, auf sogenanntepatente Kleidung, auf den bis zum Hals frisierten Scheitel, auf schnoddrigenTon und äußerlich forsches Auftreten, ganz corpsmäßig vor, so daß wir