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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Die Kneipe gehorchte zwei Semester lang den KommandowortcnHantels und drei Semester erfreute sie sich Soltaus als eines der treff-lichsten Bierzeitungsredakteure. Von vielen unterstützt, so von den dreiLübeckern Matz, Hasse und Krauel, von Borges, der sein Nachfolgerwurde, vor allen aber von Franz Niethen, der über einen unerschöpf-lichen Vorrat von Couplets verfügte und immer neu war in ihrer An-wendung auf politische oder burschcnschaftliche Verhältnisse, hat Soltauin Vers und Prosa, mit Witz und Spott die Gemüter erheitert undrauschenden Beifall namentlich durch seine Fastnachtsspiele hervorgerufen.Als vorzüglich gelungen galt das Spiel vom Wintersemester 1867/68, dasunter dem Einfluß von OffenbachsSchöner Helena" moderne Anschauungenin antikes Gewand kleidete und Bonner Studenten nach Athen versetzte.Achill (Hantel), der beste Schläger des Corps, ist von Onkel Kalchas (Witte,Brunsviga) eingeheimst, wird aber durch die List des Odysseus (Borges),des einstigen Seniors der Jthakesier, mit seiner Geliebten Deidamcia(Leop. Schmidt), des Kalchas Nichte, der Musenstadt Athen zurückgegeben.Der Humor auf der Kneipe mußte aber oft patriotischen Gefühlen weichen.Der Gedanke, daß die Entscheidung über die deutsche Einheit nahe bevor-stehe, daß die Ideale der Burschenschaft zur Wirklichkeit werden konnten,gab manchen Abenden eine höhere Weihe. Lieder wieHinaus, hinaus,es ruft das Vaterland",Wo Mut und Kraft in deutschen Seelenflammen",Flamme empor" und manche andere jetzt vergessene Liederwurden mit Vorliebe gefordert. Der Kneipgesang wurde überhaupt, da esan musikalischen Talenten nicht mangelte, eifrig gepflegt. Soltuu warunermüdlich in der Begleitung am Klavier und ließ sich nur selten vonBorges oder ? N (Krummacher) ablösen. Die alte Kneipe auf demSchänzchen bot, obschon sie aus zwei Zimmern hergerichtet war, nicht all-zuviel Raum. Man saß daher, wenn es die Witterung irgend erlaubte,draußen am Ufer des Rheins und sang die Lieder in die frische Nachtlusthinaus. Dabei hatte der Kneipwart oft Mühe, den lauten Lärm zu über-tönen und die Gewaltigen unter den Zechern zu meistern. Der Heimwegin die Stadt brachte manche Abenteuer mit sich, in denen sich reckenhafteKörperkrast austobte. Er begann mit einer Geschicklichkeitsprobe, die alleregelmäßig ablegen mußten, indem sie das Gitter des schon früh geschlossenenunteren Rhcinthores vor dem Josefthor mit kühnem Umschwünge schwebendüber den Fluten des Rheins umkletterten. Ein Wunder, daß das Kunst-stück immer ohne Unglück abgelaufen ist!

Während so auf der Kneipe trotz mancher Stunden ernster und ge-hobener Stimmung Frohsinn und Gemütlichkeit vorherrschten, kam es im