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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
Entstehung
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Zigarren und Kaffee da waren, darauf mußte er aus seiner Bude verschwinden,ausgenommen, wenn er selbst mitarbeiten wollte. All die Jahre, vondenen ich rede, war die Bierzeitung vortrefflich; besonders gute lieferteSchliemann, dann Otto Richter, ferner Georg Eschenburg, KarlBesserer; und auch in der von mir geleiteten vom Sommer 1864steht manches Interessante, oft freilich recht Gesalzene; denn die erziehlicheSeite der Bierzeitung, das riclsuäo äiosrs vsruiu, betraten wir stets.G. Eschenburg ist auch der Erfinder der Fastnachtsspiele. Er mit Bessererund meiner Wenigkeit schufen im Februar 1864 das erste Stück dieser Art,betitelt:Eine Bierzeitungsverfertigungskommissionssitzung, Rummel- undBummel-Satyrdrama in einem Aufzug, aber mit vielen anziehenden Anzüg-lichkeiten."

Einen eigentlichen Bierkomment haben wir nie gekannt, und so ist es,nach meiner Überzeugung zum Heil der Verbindung, bis heute geblieben.Die Geselligkeit ist dadurch ungezwungener und heiterer.

Als bevorzugte Zielpunkte unserer Spritzen nenne ich besondersHotel Groyen in Rolandscck und die Lochmühle im Ahrthale, wo der trefflicheWirt Severin Hallerbach nebst Hausfrau und lieblicher Nichte, auf dersoliden Basis desLochmühler Leyer" eine bedeutende Anziehungskraft übten.Im Februar 1863 war fünf Tage lang nahezu die ganze Burschenschaft dortversammelt, und als wir schieden, hinterließen wir einen hochansehnliche»Pump. Dem Tanze ward eifrigst gehuldigt; die es als Schüler zu lernenversäumt hatten, holten es im sogenannten Tanzzirkus nach, der Bälle ver-anstaltete, auf denen die Hauswirtstöchterlein eine große Nolle spielten. AuchimKarnevalsverein" waren wir, wo der gewiß vielen noch erinnerlichePhotograph Hax den Vorsitz führte. DieSchwofe" in Kessenich, Endenich,Honnef, Küdinghoven u. s. w. wurden fleißig mitgemacht, wobei eSdem gemütlichenKanonikus" sogar einmal passiert sein soll, daß er sichzwanzig Pfennige Tanzgeld von seiner Dame leihen mußte. Auch ging dasGerücht, er nehme sogar Eisenbahnbillette auf Hauspump: soviel steht fest,daß er seine Wohnung im Bahnhof aufgeschlagen hatte, wo sein HauswirtBilletverkäufcr war. Mit besonderem Eifer wurde das Gigfahren betrieben.

Allmählich änderte sich das Bild: neue Personen traten auf, derSchauplatz und der Geist blieb jedoch der alte. Die große Zahl der Mitgliederhatte übrigens manche Schattenseiten. Eine Freundschaft mit allen, ein soge-nanntesJneinanderleben", war unmöglich. Es bildeten sich kleinere Kreise.Pauksimpler zogen einander an, und gewisse ästhetisch oder sogar schwärmerischangelegte Naturen fanden sich gleichfalls. Neckereien blieben nicht aus; ei»