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schaft, ich erinnere mich z. B., daß ich einen Vortrag über Schleiermacher alsPatrioten hielt. Doch stellte sich dieser Zweck bald als verfehlt heraus, undnunmehr diente es lediglich zur Einführung der Füchse ins Verbindungsleben.
Unter Zugrundelegung einer Arbeit von Schliemann und unterZuhilfenahme des vorhandenen Aktenmaterials habe ich damals mühsam undrecht lückenhaft die Geschichte der Alemannia zusammengestellt und im Fuchs-kränzchen vorgetragen. Ich habe auch zuerst ein allerdings noch mangel-haftes Alemannenalbum aufgestellt, das 1864 zum zwanzigjährigen Stiftungs-festkommers gedruckt wurde und so segensreich zum Zusammenschluß deralten Häuser gewirkt hat. Eine Burschenschaft, die fünfzig Jahre alt ist,hat natürlich einen ganz anderen Halt an ihren alten Herren, alseine, die noch nicht zwanzig Jahre alt ist. Wir merkten damals nicht vielvon alten Häusern; wohl kam ab und zu eines heran, so der „VetterGottlieb" (Pfarrer Gottlieb, damals in Sonnborn bei Elberfeld), Altgelt,Schöler, Thikötter, Brunhoff und manche andere, aber die Aktivenwußten von ihnen nicht viel mehr als die Namen. Nur August Wil-manns, der in Bonn Studien betrieb und sich längere Zeit daselbst auf-hielt, trat manchem näher. DaS alles ist im Lauf der Zeiten besser ge-worden, die Tradition hat sich lebendiger gestaltet. Viel trug dazu u. a.das innige Verhältnis bei, das Höstermann, seit er sich 1863 als Arztin Andernach niedergelassen hatte, zu der aktiven Burschenschaft unterhielt.
Die Kneipe der Alemannia blieb vom Sommer I86V bis zum IS. Dezember1862 das Schänzchen, d.h. dessen jetziger Mittelbau. Der Hintere Teil des jetzigenKneipzimmers samt dem Vorzimmerchen bildete unsere Kneipe, deren Längsaxedem Rhein parallel lief; die Kommerse, die in Bowle abgehalten wurden,fanden auf der jetzt verschwundenen gedeckten Kegelbahn statt, welche an derHinteren Gartenmauer lag. Es war ein recht ärmliches Festlokal, dieHusarenmusik des Meisters Hecht dröhnte unerträglich, und wir waren dochso vergnügt! Viele Streitigkeiten mit dem Wirt Zartinann führten zurKündigung, und wir gingen zu Werner auf der Sandkaul. Aber wie einestille Sehnsucht blieb der Wunsch, wieder aufs Schänzchen zu kommen, undim Winter 63/64 bereits wanderten wir dorthin zurück. Des Kncipwart-amtes waltete besonders ideal mit seiner durchdringenden hellen Stimmeder „Doktor" Büren. Die Bierzeitung stieg jeden Sonnabend. DerRedakteur arbeitete gelegentlich schon in der Woche vor, die Hauptarbeitaber geschah in der „Bierzeitungskommission"; diese tagte Samstags denganzen Nachmittag auf einer Fuchscnbude; eingeladen war jeder, der etwasliefern wollte. Der Inhaber der Bude hatte zu sorgen, daß hinreichend