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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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verkehrten als Kneipgäste Angehörige des Norddeutschen und des SüddeutschenKartells, besonders aber Bubenreuther, Tübinger Germanen, HeidelbergerAllemannen, Ncubraunschweiger, Pflüger, Salinger (damals Verbindung mitburschenschaftlicher Färbung, später Corps geworden und dann aufgeflogen) undKieler Teutonen. Von den Neubraunschweigern hatte schon im Sommer 1859Johannes Trojan unsere Bierzeitung beinahe als Redakteur geführt, sozahlreich und trefflich waren seine Beiträge. Später verkehrten Fulda,Lupus, Brentano, Sieveking und andere so freundschaftlich mit uns,daß sie von Ferncrstehenden vielfach für inaktive Alemannen gehalten wurden.Von Pflügern nenne ich besonders Vieregge, später Pfarrer in Bonn, jetztHofprediger in Berlin, von Kieler Teutonen Siemonsen, Griebel, genanntPfennigmeister, später als Hauptführer der Augnstenburger Partei bekanntgeworden, Diederichsen, von Jenenser Arminen Aldenhoven, den jetzigenDirektor des Wallraf-Nichartz-Museums in Köln, von Bubenreuthern ins-besondere Schräder, von Berliner Burschenschaftern Krüger, Tzschirnerund Julius Lessing.

Nachdem der Antrag auf Beitritt zum Norddeutschen Kartell gefallen,suchten nun die Freunde des Süddeutschen Kartells unseren Anschluß andieses zu betreiben, doch auch dieser Antrag fiel. Nun versuchten dieNeubraunschweiger eine neue Vereinigung zu gründen und luden zehn Burschen-schaften, die bisher zu keinem Kartell gehört, dazu ein. Schon hatten wir.unsereTeilnahme zugesagt, als ein Antrag der Erlanger Bubenruthia einlief, mitihnen und den Arminen von Jena ein freundschaftliches Verhältniseinzugehen. Dies war im Sommer 1863. Da unsere Prinzipien überein-stimmten, so entschlossen wir uns nach heftigem Aufeinanderplatzen der Geister,diesen Vorschlag zu erwägen, und im November 1863 kam ein förmlichesKartell zwischen den drei roten Burschenschaften zustande. Es folgten gegen-seitige Einladungen derExklusiven", wie man uns nannte; die in Berlinstudierenden Inaktiven der drei Burschenschaften richteten eine gemeinsameKneipe ein, und als im August 1865 das Jubiläum der Burschenschaft inJena gefeiert wurde, da stand das Kartellverhältnis in höchster Blüte. Denvielen Alemannen, die das Jenenser Fest mitgefeiert, bei dem u. a. JakobVenedep eine zündende Rede hielt, bleiben jene Tage unvergeßlich.

Von dem innern Leben habe ich schon mancherlei mitgeteilt, einigesist jedoch noch nachzuholen. Im Juli 1863 ward die Anlegung einerBibliothek beschlossen; der Schreiber dieser Zeilen stiftete die ersten Bücherund ließ einen Schrank dafür bauen. Das Fuchskränzchen, damals wiederins Leben gerufen, sollte anfänglich eine wissenschaftliche Veranstaltung sein,wie die oben beschriebenen Kränzchen in den ersten Jahren der Burschen-