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studentischen Beiträgen für die deutsche Flotte nahmen die der Alemanniadie erste Stelle ein. Noch zweier verstorbener Alemannen aus dem Beginnder sechziger Zahre möchte ich ehrend gedenken: es sind Ohmichen undSchliem an n. Elfterer war ein Sachse, der in Poppelsdorf Landwirtschaftstudierte und noch in ganz hohen Semestern aktiv wurde. Er widmete sichdann der akademischen Laufbahn und ist als Professor und Direktor derlandwirtschaftlichen Akademie zu Jena 1881 gestorben. Das „Öhmchen",so nannte man ihn, war immer laut und kreuzfidel, höchst beliebt und inseinem Fache sehr tüchtig. Ein ungewöhnlich begabter Mensch war derMecklenburger Theologe Gustav Schliemann, ein hervorragender Bierzeitungs-redakteur. Er war still und ernst, von ganz idealer Richtung. Als Haus-lehrer in seiner Heimat faßte er nach schweren Seelenkämpfen den Entschluß,Schauspieler zu werden. Er studierte sein neues Fach gründlich, und nach-dem er seine Ausbildung vollendet, wurde er Heldenspieler in Mainz,Hannover und zuletzt in Leipzig. Dort gründete er eine Theaterschuleund soll in der Deklamation hinreißend gewesen sein. Innerlich befriedigtwar er nicht, da er geistig hoch über seinen Berufsgenossen stand. Inunserem „Rundschreiben" berichtet er noch im Herbst 1873, daß er dieglänzendsten Anerbietungen von allen Seiten habe und nur im Zweifel sei,wo er zugreifen solle, da wird er vom Typhus befallen und stirbt De-zember 1873.
Unter den Juristen ragte unter andern Karl Lehr, der jetzige Ober-bürgermeister von Duisburg, hervor, unter den Medizinern Ernst Nieten undHermann Wolf, beides angesehene, zielbewußte Sprecher, die i» allen Stürmendie Burschenschaft taktvoll und sicher, wahrhaft glänzend leiteten, Nietenbesonders trotz seiner schweigsamen Natur ein vortrefflicher Redner.
Dieser Stürme Höhepunkt war die Auflösung des Paukverhältnissesmit dem Bonner L. (R Es war ja eigentlich kein Paukverhältnis zwischenAlemannia und L. E. gewesen, sondern zwischen sieben gleichberechtigten Korpora-tionen, die unbedingte Satisfaktion gaben. Weiter oben ist schon erzählt, daßdie „Jury" aus je einem Vertreter der sechs Corps und der Alemannia bestand,daß der Unparteiische nur aus einer dieser Korporationen genommen werdendurfte, daß aber in der Vereinbarung auch ein Paragraph Platz gefunden hatte,wonach bürgerlich unbescholtene Korporationen, wenn sie unbedingte Satis-faktion gäben und sich den Bestimmungen der „Jury" unterwürfen, gleich-falls aufzunehmen seien. Nun meldeten sich im Winter 62/63 die Teutonenzur Aufnahme, und siehe da! nur die Palatia stimmte dafür, alle andernCorps dagegen. Der Graf Hohenthal von den Borussen erklärte, er habeim Auftrage seines Corps dagegen zu stimmen, da ihr früherer Senior die