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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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gestellt hatten, das; die roten Körbe der Alemannia auf der Mensur denschwarzen der Teutonia identisch (!) sein würden".

So kam es in diesem Semester noch nicht zu Mensuren mit denTeutonen, wohl aber kamen außer verschiedenen Schlägcrmensurcn auchmehrere Pistolenduelle mit Corpsstudcnten vor. Das Semester war reichan Besuchen fremder Burschenschaster und auch reich an politischen Reden,zu denen ein Mitglied, das deshalb den Spitznamendas einige Deutsch-land" erhielt, bei jeder Gelegenheit sich begeisterte.

Der Verfasser, der vom Herbst 1854 bis dahin 1855 aktiv war,kann nur konstatieren, daß während dieser Zeit das innere und äußereLeben der Burschenschaft nichts zu wünschen übrig ließ, so sehr es zu be-dauern war, daß wegen der Renitenz der Corps etwaige Zusammenstößenicht in studentisch-ehrenhafter Weise erledigt werden konnten.

Im folgenden Wintersemester war zuerst Otto Müller, dann Ditges(beide später Ehrenmitglieder) Sprecher, welches Amt letzterer auch imSommersemester 1856 weiter verwaltete. Die Verbindung blieb stark,was namentlich auch demfabelhaften Keilen" von Ditges zugeschriebenwurde. Durch Beschluß vom 28. Oktober 1855 wurden jetzt zuerst dieFarbenSchwarz-rot-gold" auch an der Mütze eingeführt,während man bisher nur die rote Burschenschaftsmütze miteiner dünnen goldenen Litze getragen hatte. Über den neuenO. G>, sowie über die dabei entstandenen Streitigkeiten und Mensurenmit den Teutonen ist bereits berichtet.

In den folgenden Semestern waren Sprecher: Wintersemester 1856/57Altgelt, dann Rob. Günther, Wintersemester 1857 Colsman und Winter-semester 1857/58 Krummacher. Die Mensuren mit den Teutonen dauertenfort. In dem letztgedachtcn Semester vollzog sich der politische Umschwungin Preußen (durch die im Oktober 1857 beginnende Stellvertretung desPrinzen von Preußen, nachmaligen Kaisers Wilhelm I.). Die Reaktion tratzurück, ein freierer Geist regte sich überall. Dies trat in der deutschenStudentenschaft insbesondere auch bei dem Fackelzug hervor, der imFebruar 1858 seitens der Berliner Studentenschaft dem Kronprinzen FriedrichWilhelm und der Kronprinzessin Victoria nach ihrer Vermählung dar-gebracht wurde. Die alten Alemannen in Berlin hatten sich Fahne zc.von Bonn kommen lassen, und nahmen unter Zuhilfenahme der jüngerenalten Herren in der stattlichen Anzahl von 3V bis 4V als vielleicht diestärkste Korporation in vollem Wichs am Fackelzuge teil; der Verfasserwar damals Auskultator beim Berliner Stadtgericht und fungierte alsRenommier-Chargierter neben der Fahne. Nach dem Zusammenwerfen der