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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
Entstehung
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wohl etwas gesuchte Vorwand war der, daß unser Paukwart Ditges, alsdie Alemannia den Teutonen die Waffen zu einer Mensur geliehen hatte,den Sticfelfuchs der Teutonia über den Empfang hatte quittieren lassen,worin die Teutonia eine Beleidigung sah. Der wahre Grund war der,daß die Teutonen, um zu einem Paukverhältnis mit den Corps zu ge-langen, ihre Duellbestimmungen wesentlich geändert hatten und nunwünschten, daß die Alemannia Gleiches thue. Jnbcsondere hatten sie anihren Schlägern die drei Farben (grün-rot-gold) durch die schwarze Farbeersetzt (damit ihnen im Fall eines Verrufes die Mensur nicht abgeschnittenwerde), ferner im Fall eines Verrufes auch auf der Mensur auf Auf-forderung mit Farben zurückzutreten beschlossen,um die Mensur nicht zustören", und endlich den Paukkomment der Corps angenommen. In einemSchreiben vom 15. Mai 1855 schlugen sie nun vor, daß zur Beilegungder entstandenen MißHelligkeiten und um ein ferneres entschiedenes Zu-sammengehen zu ermöglichen, die Alemannia 1. die neuen Duellbestimmungender Teutonia anerkennen und 2. mit ihr ein gemeinschaftliches Ehrengerichtbehufs Oberaufsicht über diese Bestimmungen bilden solle, dessen Beschlüssebeide Verbindungen und jedes Mitglied zu befolgen auf Ehrenwort ver-pflichtet sein sollten.

Sie betonten dabei, daß nur die von ihnen gewählten neueren Duell-bestimmungen ein zugleich burschenschaftliches und studentisch-ehrenhaftes Auf-treten ermöglichten, diese also conditio sino c^uu nou seien (als Scheidewandeinerseits gegen das um sich greifende Progreßwesen, andererseits gegendas Corpswesen). Unterm !(!. Juni 1855 antwortete die Alemannia (dienur rote Mensurschläger hatte), daß sie die Forderung der schwarzen Körbeund die anderen Bestimmungen, die die Gleichberechtigung gefährdeten,nicht annehmen könne. Die Corps hätten bisher nur einfarbige Schläger-körbe gefordert und zwischen roten und schwarzen keinen Unterschied ge-macht, wohl aber andere unannehmbare Forderungen gestellt (Erscheinenohne Band und Mütze, während die Corpsfarben blieben. Unparteiischernur Corpsbursche u. s. w.). Deshalb könne sich die Alemannia von derAnnahme schwarzer Schlägerkörbe keine Vorteile versprechen, so gern sieauch den Teutonen entgegenkommen möchte, gebe aber zu bedenken, ob nichtauch ohne völlige Übereinstimmung in den Duellbestimmungen eine festeVereinigung zc. möglich wäre.

Mit Schreiben vom 22. Juni nahm daraus die Teutonia von ihremVerlangen bezüglich der schwarzen Schlägerkörbe Abstand, wozu auchdieletzten rühmlichen Mensuren der Alemannia Anlaß gegeben, die heraus-