seinen vollen Namen an eine Wand schrieb. Einen preußischen Thalerbrach er mit den Fingern entzwei und hob einen auf einem Stuhle sitzen-den Mann mit einer Hand von der Erde auf den Kneiptisch, indem erdas Hintere Stuhlbein mit der Hand faßte. Im übrigen war er gut-mütig, trieb keinen Mißbrauch mit seiner Kraft und war von seinenFreunden nicht schwer zu behandeln. Vor geistiger Überlegenheit hatte erviel Respekt, wenngleich er andere in erster Linie nach ihren: Fecht- undTrinkvermögcn beurteilte. Gegen die Corps den Schlüger zu führen, warseines Herzens Stolz. Und wie hat er ihn geschwungen! Schon alsFriderieianer war er weithin gefürchtet, als standiger Sekundant hater unzahlige Paukereien mitgemacht, selbst bei Mensuren der Corps unter-einander hat er nach seiner Exmatrikulation häufig fungiert.
Inzwischen hatte die Fridericia sich mit stets wachsendem Eifer derSache der „allgemeinen Studentenschaft" oder „Allgemeinheit" hingegeben.Es war ihr gelungen, immer mehr Kamele der Hochschule dafür zu in-teressieren. Dieser Allgemeinheit konnte sich schließlich die Alemannianicht mehr völlig entziehen. Auf wiederholte Aufforderung sandte dieVerbindung gegen Schluß des Sonnnersemesters 1845 schließlich ihreVertreter hin. Die Allgemeinheit war in „Sektionen" geteilt. DieAlemannia sollte mit einer Anzahl Kamele zusammen eine besondere Sektionbilden. Zunächst beschloß die Burschenschaft, zur Beratung der von denSektionsausschüssen gestellten Anträge fünf Kamele, die dies beantragthatten, einzuladen. In: Winter 1845 auf 1846 wurde die Strömung zuGunsten der Allgemeinheit stärker und in Folge davon das Interesse an:<ü.-Verbände geringer; nachdem Verhandlungen mit den Corps wegeneines gemeinsamen Ehrengerichtes und eines geordneten Paukverhültnisscsgescheitert waren, beschloß die Alemannia nach wiederholter Beratung dieserAngelegenheit am 25. Januar 1846, sich vom E. loszusagen. In derselbenVersammlung wurde definitive Beteiligung an der Allgemeinheit beschlossen.An: folgenden Tage wurde der Antrag angekündigt, daß durch den Beschluß,der Allgemeinheit beizutreten, die Verbindung ein neues Grundelementoder Wesen in sich aufnehme, das „sozialistische", ebenso ein Antrag, derDucllzwang sollte abgeschafft werden. Der erste Antrag kau: überhauptnicht zur Debatte, der zweite ward am 21. Februar zum Beschluß erhoben.Damit war der Grundsatz der „unbedingten Satissaktion" preisgegeben.
Sprecher der Fridericia war in diesem Winter (1845/46) FriedrichKirchhofs, ein alter Kieler Burschenschafter, der auch mit vielen Alemannen