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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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1846 -1847 diese Sache wieder neu untersucht und die Dimission zurück-genommen, als auf einem Nechtsirrtum beruhend. Die Ehrenmitglied-schaft, die nur wegen besonderer Verdienste um die Verbindung und nurmit Einstimmigkeit verliehen werden konnte, blieb jedoch aus Lebenszeit;Ehrenmitglieder hatten alle Rechte, aber keine Pflichten. (8.).

Noch möge es gestattet sein, nach den Berichten der Zeitgenosseneinige hervorragende Mitglieder aus der Anfangszeit unserer Burschenschaftnäher zu schildern: Ganz besonders wurde die stramme Entwicklung derjungen Verbindung durch den Zutritt einiger evangelischen Theologen ge-fördert, die als Mitglieder der Hallenser Burschenschaft von 1841 dortrelegiert worden waren und in Bonn sich der Fridericia, dann der Alemanniaangeschlossen hatten; vor allem gehörte dazu der erste Sprecher derAlemannia, Karl Liebrich. Eine nahe an sechs Fuß hohe Gestalt, dasHaupt von blondem Lockenhaar umwallt, in Zugendblüte leuchtend, warer einer der schönsten Studenten Bonns; bei Burschenschaftern und Corps-burschen hieß er nurder deutsche Jüngling"; er war zudem ein treff-licher Schläger, vor allein aber eine gerade, offene und ideale Natur.Auch Wieb er war ein guter Fechter, dabei ein urfester und ehrenhafterCharakter. Er war Landwehroffizier und wäre gern Linienoffizier geworden,gab es aber aus Rücksicht auf seine Familie auf, wiewohl dies Opfer ihndauernd melancholisch stimmte. Er ist 1876 als Pfarrer in St. Arnualbei Saarbrücken gestorben.

Gleichfalls der Burschenschaft zu Halle hatte Wilhelm Klein ausOttmeiler, allgemein unter dein Namen Martin bekannt, angehört. VonHalle deshalb relegiert, kam er Ostern 1844 nach Bonn. Er war vonallen Kommilitonen besonders geliebt und geehrt und hat späterhin langeJahre mit Milde und Energie des Amtes als Superintendent zu Triergewaltet.

Eine besonders merkwürdige Persönlichkeit war Friedrich Brunhoffaus Köln. Er hatte schon derKnorschia" angehört, aus der die Fridericiahervorgegangen war. Brunhoff war kein großer Geist, wiewohl von ge-sundem Menschenverstand und als Mediziner vorurteilsfrei. Aber seinegewaltige Körperkraft und seine unglaubliche Überlegenheit im Fechten undTrinken sicherten ihm allein schon eine hervorragende Stellung. Er warnicht groß von Gestalt, sogar etwas verwachsen, aber von ungewöhnlicherSchulterbrcite, und seine muskulösen Arme reichten bis an die Kniee.Seine Körperstärkc war riesig; so bestand ein Stückchen von ihm darin,daß er ein 5V Pfund-Gewicht an den kleinen Finger der rechten Handhängte und dann mit ausgestrecktem Arm langsam und ruhig mit Kreide