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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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meinsame Vertretung der vier Verbindungen nach außen und um die Ein-richtung eines Schiedsgerichts, das vorgekommene Beleidigungen (Con-trahagen) zu prüfen hatte, ob es wirkliche Achtungsverletzungen gewesenseien, in diesem Fall hatte das Schiedsgericht das Duell zuzulassen. DasPräsidium wechselte alle 14 Tage.

Nunmehr gestalteten sich vom Winter 184445 an durch mehrereJahre hindurch die Beziehungen der vier befreundeten Korporationen sehrherzlich: besonders pflegte die Alemannia nunmehr enge und wahrhaftbrüderliche Gemeinschaft mit der Fridericia, so daß man sich gegenseitigauf Verbindungs- und Privatkneipen besuchte, wohl auch Einladungenempfing und ergehen ließ. Auch die Teutonia und darauf die Saxo-Nhenania betrachteten sich jetzt alsburschenschastliche" Verbindungen.Besonders mit der letzteren verknüpften die Alemannia viele freundschaft-liche Beziehungen.

Die erste Alemannenkneipe war imgrünen Baum" auf derSandkaul, dann ward sie zu Nicolai in der Josephstraße verlegt. DieBierzeitung blühte unter Leitung von Brunhoff, später von Collmann;Neunzig, ein fertiger Zeichner, lieferte komische Illustrationen dazu. DasMusikkorps der Ulanen spielte wöchentlich regelmäßig einmal auf derKneipe, auch außerdem fehlte es nicht an gemeinsamen brüderlichen Zu-sammenkünften.Nie mochte wohl ein fideleres, innigeres Zusammenlebenin einer Verbindung stattgefunden haben, wie in diesem aus gleichemImpulse ausgeschiedenen und zu einer neuen, resp. zu deralten Ver-bindung" wieder zusammengetretenen Häuflein von Gesinnungsgenossen,welche sich alle schon längst genau kannten und nur nach strenger Prüfungneue Mitglieder aufzunehmen beschlossen." (L.).

Die akademische Obrigkeit konnte bei dieser Lage der Dinge dieAlemannia nicht mehr länger ignorieren. Es kam eine Untersuchung, zu-gleich gegen die Alemannia und die Corps gerichtet, in der Liebrich zu aller-erst vernommen wurde. Auf den freundlichen Rat des Professors jurwOr. Karl Sell, durch dessen Neffen, den Fridericianer Herbst, an Liebrichrasch und heimlich übermittelt, gestand dieser und nach ihm Brunhoff, daßsie allerdings einenVerein" mit dem Namen Alemannia bildeten, derdie Farbe der Liebe zur Kopfbedeckung gewählt, aber keineswegs eineVerbindung" sei. Diese Bezeichnung mußte vor allen Dingen absolutvermieden werden.Der Inhalt unserer Tendenzen (Wisscnschaftlichkeit,Sittlichkeit, Ehrenhaftigkeit) wurde auf Verlangen kurz erläutert, proto-kolliert und an das Ministerium Eichhorn gesandt und wurde von demselbengebilligt und gelobt, während wir in Halle von demselben Minister