wieder zur Fridericia zurück, van de Kasteele, ein zweiter, Krebs, wurdein Folge von Differenzen entlassen. Es war aber noch ein ernster Streit-sall zu erledigen, dessen Nichterledigung durch die Waffen auch Mitveran-lassung zur Trennung gewesen war. Der „rote Becker" hatte dein Bier-zeitungsredakteur Brunhoff einen Artikel eingeliefert, der die Stcttinerbeleidigt hatte. Es war darüber vor dem Ehrengericht zu heftigen Aus-einandersetzungen gekommen, die damit geendet hatten, daß Brunhoff deinBecker Feigheit vorgeworfen hatte. Auf solchen Vorwurf stand damalsVerruf auf wenigstens acht Tage, und darnach war der Beleidiger ge-nötigt, jede scharfe Forderung des Beleidigten anzuerkennen. Da kam der18. Juli dazwischen. Brunhoff wurde, weil der Fall noch in der gemein-samen Fridericia vorgekommen, von der Alemannia auf kurze Zeit dimittiert,und es fand ein Duell auf Schläger ohne Binden, unmittelbar daraufeine Pistolenmensur zwischen den beiden Gegnern statt; es waren 5 SchrittBarriere festgesetzt, jeder hatte einen Schuß, Becker den ersten. Nachdemdie Distanz abgemessen war, avancierte Becker drei Schritt, legte an, fehlteaber, trat darauf, die Pistole zur Erde werfend, noch zwei Schritte vorund starrte seinen Gegner an. Dieser avancierte fünf Schritte, stand alsonur noch fünf Schritte von Becker, legte an, schoß aber plötzlich absichtlichin die Luft, nachdem er sich überzeugt, daß Becker kein Feigling sei. (1Z.).Es folgten noch zwei Mensuren von Alemannen gegen Becker, der durchseine scharfe Zunge manchen beleidigt hatte, und eine zwischen Collmannund v. Kunowski, damit waren die Fehden beendigt und ein friedlichesEinvernehmen trat an die Stelle der Erbitterung. Bestand doch vor allemder Wunsch, alle Verbindungen, welche nicht Corps waren, als geschlosseneOpposition gegen diese fester zusammenzufassen.
Die Zdeen der „Allgemeinheit" hatten in der Studentenschaft Anklanggefunden, selbst unter Corpsstudenten: ein Corpsbursch der Sachsen,von der Nahmer, hatte die beiden Corps der Sachsen und Rhenanengesprengt, indem er beide veranlaßt hatte, unter seiner Führung sich vomL. E. loszusagen und als Landsmannschaft Saxo-Rhenania sich aufzu-thun — die beiden Corps hielten sich zwar daneben, aber sehr gemindert.Gleich nach Gründung der Fridericia hatten sich unter Mitwirkung einesehemaligen Rhenanen, namens Erlemeper, eine Anzahl Kamelstudentenzu der Landsmannschaft Teutonia zusammengethan. Mit diesen beidenKorporationen hatte bereits die Fridericia einen E. (allgemeinenConvent) geschlossen, und dieser Vereinigung wünschte die Alemannia sichnunmehr auch anzugliedern. Schon am 3. August 1844 kam der Anschlußzu stände. Es handelte sich bei diesem d hauptsächlich um eine ge-