wich dieselbe alsobald bei einer allgemeinen Zusammenkunft auf Karl Igelsgroßer Stube. Es waren elf Altburschen der Fridericia, also stimmfähigeMitglieder, anwesend: van Aersscn, Brunhoff, genannt Braun, Bruns-wicker, Collmann II., Cornely, v. Gahlen, Igel, Liebrich, Neunzig,Spennemann und Trimborn, außerdem acht Jungburschen: v. Carisicn,Düesberg, Hecker, van de Kasteelc, Krebs, Pesch, Neintjes undWcstermann, endlich zwei Hallenser Burschenschafter, die sich der Fridericiaangeschlossen hatten: Achenbach und Klein, genannt Martin.
Die elf Altburschen erklärten, als die allein berechtigte Fridericia dieBurschenschaft aufrecht erhalten zu wollen und nahmen sofort Neuwahlenvor: Liebrich wurde Sprecher, Trimborn Schreiber, Coltmann Fechtwart,Eornely Kassenwart, Brunhoff Kneipwart; ebenso wurde das Ehrengerichtneu konstituiert, auch in den Statuten die alte Bestimmung wieder her-gestellt, wonach für jeden Beschluß, der nicht bloße Verwaltungssachenbetreffe, wiederum zwei Drittel der Stimmen der anwesenden Mitgliedererforderlich seien. Daß das Duell der Mitglieder untereinander unterUmständen wiederum zulässig sein solle, galt als selbstverständlich, denndie Nichtanerkennung des gegenteiligen Beschlusses war ja ein Hauptgrund derSezession gewesen. Schon am 22. Juli beschloß man aber, sich als neue,selbständige Verbindung unter dem Namen Alemannia aufzuthun undalsbald eine neue Konstitution auszuarbeiten. Bis dies geschehen wäre,blieben die Statuten der Fridericia in Geltung. Acht Tage später legteman die bisher getragenen schwarzen Mützen ab und nahm dafür die ein-farbige dunkelrote alte Burschenschaftsmütze an. Die Farben der Fridericia,d. h. die alten Burschcnschaftsfarben schwarz-rvt-gold, behielt man bei,ohne jedoch sich mit einem solchen Bande zu schmücken. Denn noch immerwaren diese, wie alle studentischen Farben überhaupt, verpönt, sie durftennur auf der Kneipe und bei Festlichkeiten erscheinen oder außerhalb Bonns, sobei Ausflügen auf dem Dampfer; auf dem Markte aber oder sonst mußtennoch Herbst 1847 sämtliche farbentragende Korporationen das Cerevis miteinem schwarzen Futteral umhüllen. (^.). So wurde denn bis 1849,vielleicht noch länger, das schwarz-rot-goldene Band erst beim Abgang vonBonn, in der Regel sogar erst in dem darauf folgenden Semester seitensder Burschenschaft zur Erinnerung ausdrücklich feierlich verliehen. DieAktiven trugen es nicht. (8.).
Und inin ging es an die Auseinandersetzung mit der Fridericia. Imersten Eifer verhängte man Verruf über dieselbe, hob ihn aber schon nachfünf Tagen wieder auf und einigte sich friedlich über das Eigentuman Paukzcug, Bildern und dergleichen. Einer von den Sezessionisten trat