Drcsky.
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gensbnrg gezählt. Ein Zweig wendete sich nach Böhmen, wo er Be-sitzungen, namentlich auch Caden (wahrscheinlich das heutige Städt-chen Caden hei Commotau im Saarzer Kreise) erwarb, und sich vonda an auch Drescher v. Caden schrieb. Sie wendeten sich von Böhinen aus nach Schlesien, wo sie sich im Hirschbergschen niederlies-sen. Georg Franz D. von Caden bekleidete die Würde eines königl.Hofrichters und das Amt eines Bürgermeisters zu Hirschberg. Dasursprüngliche Wappen Derer von D. stellte in einem, aus einer weis-sen und einer rothen Hälfte bestehenden Schilde einen Löwen dar,der im weissen Felde rotli, und im rothen Felde weiss war. Auf demHelme stand ein abgekürzter rother Löwe, dessen Kopf mit einerdurch einen Pfauenschweif bedeckten Krone geziert war. Die Ilelm-decken und das Laubwerk sind weiss und rotli.
Drcsky (Dress), die Herren von.
Ein altes adeliges schlesisclies Geschlecht, das in frühem Zeitenauch Dresker und Dressner geschrieben wurde. Nach Lucä liegt ihrStammhaus Märzdorf im Oelsischen , nach Sinap aber ist Märzdorf imNeisseschen, und zwar bei Grottkau gelegen, und jetzt dem Grafenv. Franken-Siersdorf gehörig, eigentlich der Stammort dieses Ge-schlechts. Schon in sehr früher Zeit kommt auch ein D. als Landes-hauptmann des Neisseschen Fiirstenthums vor. Mehrere Mitglieder derFamilie waren Oberstall-, Forst - und Jägermeister, Hofmeister u.s.w.,bei den Herzögen zu Würteinberg-, Oels- und Bernstadt. Janschdorf,Zapraschine, Loschwitz, Schwirse, Paulwitz 11. s. w., im Oelsischensind alt Dreskysche Güter; eben so gehörte ihnen Mittelpeile, Ober-Stradam, Ober- und Nieder - Gräditz, Creisau, Löwenstein, ein An-theil von Pfaffendorf, die letztern Güter, bei Schweidnitz, Reichen-stein und Frankenstein gelegen, sind noch in der Gegenwart ein Be-sitz derselben. Karl Friedrich Wilhelm v. D. auf Creisau, vermähltmit einer Gräfin v. Nostiz, starb mit Zurücklassung mehrerer Söhneam 1. März 1832. — Goltliclf v. D. auf Obergräditz, vermählt miteiner v. Buddenbroek, ist mit Hinterlassung eines Sohnes am 26. Au-gust 1832 mit Tode abgegangen. Löwenstein bei Frankenstein besitztder königl. Landrath Friedrich v. D., Ritter des rothen Adlerordens.Die Wittwe des ältern Sohnes aus dem Hause Creisau, Erbtochter desverstorbenenFreih. V .Schweinitz auf Mertschitz, besitzt dieMertschitzerGüter bei Jauer. Die. Wittwe von dem verstorbenen Gollhclf v. D.auf Gräditz, eine geborne v. Buddenbroek, war Erbin von Birkholz beiSchweidnitz. In der Armee haben viele Offiziere dieses Namens ge-dient, unter ihnen der gegenwärtige zweite Commandant von Neisse,der Obristlieutenant v. D., welcher in der Schlacht bei Belle-Alliancesich das eiserne Kreuz erwarb. Ein anderer, der im l2ten Inf.-Re-gim. stand, erwarb sich denselben Orden bei Ligny. Das v. Dresky-sche Wappen besteht aus einem blauen Schilde, in dem ein grauerWolf abgebildet ist, welcher im Rachen zwei weisse Gänse fortträgt.Auf dem Helme steht dasselbe Bild. Siebmächer giebt dieses WappenI. S. 58. Hier trägt der Wolf nur eine Gans. M. s. Sinap., S. 342.u. f. S. 594. Gauhe, I. S. 344. Spener. Lucä, schlesische Chronik,v. Meding beschreibt das Wappen auf die angegebenen Weise. III.No. 174.