Dorpowski — Dörth»
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D o rp o w .8 k i, die Herren von.
Eine adelige, in Pommern ansässige Familie. Hier besitzt derLandschaftsratli v. I). das früher v. Kleistsche Gut Dolgen bei Neu-Stettin. Ein früher im Regiment Herzog Wilhelm von Braunsclrweiggestandener Lieutenant v. D., war bis 1830 Postmeister zu Wolgast.Ein Major v. D. ist für seine in der Schlacht von Dennewitz geleiste-ten Dienste mit dem eisernen Kreuze geschmückt worden. — Sieführen im silbernen Schilde einen mit den Spitzen nach aufwärts ge-richteten Mond, über dem ein Stern angebracht ist. Auf dem Helmestehen fünf Straussfedern. Der Schild ruht auf einer Kanone lind istmit zehn Fahnen umgeben.
Dorsch, die Herren von.
Dieses Geschlecht beginnt seine Stammreihe mit Wolfgang v. D.,der 1731 als Oberamtsrath in Schlesien, Reichs - und 1743 böhmischerRitler wurde. M. s. Megerle v. Mühlfeld's österr. Adels-Lexikon. Wien,1822. S. 134.
Dörth, die Freiherren von.
Sie gehören dem Adel der Rheinprovinz an, und stammen aus ei-nem alten niederburgundischen Rittergeschlechte ab, das seinen Namenvon einem in der Grafschaft Ziitphen gelegenen Rittersitze gleichesNamens führt, und mit Adrian v. D., Commandant zu Wellhem, schonum das Jahr 1374 als in Macht und Ansehen stehend vorkommt. Rit-terbürtig und stiftslähig erschienen sie seit Jahrhunderten schon aufden Herren- und Landtagen in den verschiedenen Landschaften amNiederrhein. Von mehreren Linien, in welche dieses alte Geschlechtsonst zerliel, blühen in der Gegenwart nur zwei. Die ältere besitztnocli gegenwärtig das Stammhaus Dörth, die jüngere aber ist am Nie-derrhein und in Hessen ansässig. Diese ist reformirt, die ältere Linieaber wieder zur katholischen Religion zurückgekehrt. Als gemein-schaftlichen Stammvater verehren beide Familien den Zeno von und zuDörth, der mit Maria Droste v. Senden vermählt war. — Dietrich v.und zu D., Oberst und Landdrost, ist der Stammvater der noch inHolland blühenden älteren Linie.— Johann v. D., vermählt mit Adrianev. Paland, Erbin zu Horst u. s. w., war unter dein Admiral TrompCominandeur der Landtruppen, wurde Gouverneur von Bahia und da-selbst von den Eingebornen ermordet. — Johann Jobst v. D. ein SohnJohann's, Herr zu Horst-Issum, war kurkölnischer Kämmerer, und ver-mählte sich mit der früheren Aebtissin des adeligen Stiftes zu Neuss,Elisabeth v. Neuholl' zu Elbruck, und starb kinderlos. — Werner v.D., Bruder des Vorigen, Herr zu Issum, war Oberst und mit JohannaQuudt zu Vickerat-Kreuzberg vermählt. Durch denselben wurde derStamm fortgesetzt. Er hatte mehrere Söhne und Töchter. Sein drit-ter Sohn, Johann Adrian, Herr zu Horst, Gelinde und Laubach, starbals Generallieutenant der Generalstaaten und Gouverneur von Tour-nay. Er vertheidigte rühmlichst diese Festung in einem Alter von 84Jahren gegen Ludwig XV. und den Marschall von Sachsen. (Siehe denFeldzug von 1745 in dem 10. Hefte der österr. militair. Zeitschrift vomJahre 1833.) — Eine Enkelin von ihm, Johanna v. D., wurde wegenihrer Anhänglichkeit an das Haus Oranien von den Patrioten zu Arn-heitn füsilirt. Die Geschichte dieses heldenmüthigen und unglückli-