Demming
Dönhoff.
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Dom mingj die Herren von.
Zu Prenzlow befindet sich der königl. Baninspector v. D. In demRegiment v. Wedel zu Bielefeld stand ein Pr. Lieutenant und Adju-tant v. I)., welcher bis um das Jahr 1830 geheimer Kriegsrath imKriegsministerium war.
Dönhoff, die Grafen von.
Diese gräfliche Familie gehört zu den vornehmsten Geschlechternder Monarchie, und es ist eine lange Reihe hoher Staatsbeamten undGenerale, auch viele Oberlandmarschälle, Oberhauptleute, Woywodenund Starosten, ein Cardinal, ein Fürstbischof, mehrere Bischöfe, Aebteund Comthure aus ihr hervorgegangen. Vielfach verwebt ist ihr Namein die Geschichte von Liefland, Curland, Preussen, Polen und Schwe-den. Dieses hochberiihmte Geschlecht ist deutschen Stammes; aber schonam Anfange des 13. Jahrhunderts wendeten sich die v. D. nach Liefland undKurland, und von da nach Polen und Preussen. In den zuletztgenanntenLändern war Herrmann v. D. der Erste. Von seinen Sühnen wurdeJohann regierender Abt zu Fulda, und Otto focht als ein tapfererKriegsheld im Heere des Ordens. Unter den berühmten Nachkommendesselben nennen wir namentlich Heinrich, der polnischer Generallieu-tenant und Gouverneur zu Dünaburg war; seinen älteren Sohn Otto,den gelehrten Abt zu Pelplin, und seinen jüngeren Sohn, Johann Ca-simir, der am 2- Septbr. 1686 Cardinal wurde (er starb zu Cesenaam 20. Juni 1697 im 47. Jahre). Der erste Reichsgraf v. D. war Cas-par I. , polnischer Oberhofmarschall und Reichsrath. Im Jahre 1637gelangte er auch zur Würde eines Oberhofmeisters bei der PrinzessinCecilia Renate von Oesterreich, Gemahlin Königs Sigismund III., uindie er im Namen seines Monarchen, als Grossbotschafter am Hofe desKaisers geworben hatte. — Ein Enkel desselben, Georg Alhrecht,Grosskanzler von Polen und Bischof zu Krakau, gelangte zur reichs-fürstlichen Würde, und ein Bruder desselben, Stanislaus v. D., Starostvon Sokal, war mit des Grossmarschalls von Litthauen, Radziwils Toch-ter Anna, vermählt. Nach diesen kurzen Hinweisungen auf die be-rühmten Vorfahren der heutigen Grafen v. D., gehen wir zu der lan-gen Reihe von Söhnen aus diesem Hause über, die in den branden-burg-preussischen Staaten sich hohe Verdienste erworben, und hoheKhrenstellen bekleidet haben. — Friedrich, Reichsgraf v. D., ein Sohndes am 18. Juni 1642 verstorbenen Woywoden zu Pelnow, ErnstMagnus, Reichsgrafen v. D-, und Katharina, Grälin v. Dohna, focht langeJahre hindurch an der Seite des grossen Kurfürsten, und gelangte am5. März 1684 zur Würde eines Generallieutenants; 1688 wurde erOberkammerherr, am 20. Septbr. 1689 wirklicher geheimer Staats- undKriegsrath. Schon früher bekleidete er die Würde eines Gouverneursvon Memel. Er war auch Herr zu Friedrichstein und Wolfsdorf, undstarb am 14., nach Andern am 24. Octbr. 1694. Mit Eleonore Katha-rina, des Oberpräsidenten Freiherrn v. Schwerin Tochter, erzeugte ervier Söhne und zwei Töchter. — Einer der Söhne war Otto Magnus,Reichsgraf v. D., königl. preuss. wirklicher geheimer Staats- undKriegsrath, Generallieutenant, Ritter des schwarzen Adlerordens, Gou-verneur und Oberhauptmann zu Memel. Er war am 18. Octbr. 1665zu Berlin geboren, Hatte zu Leyden studirt, und nachmals verschie-dene Feldzüge mit hohem Ruhme mitgemacht. Am 8. Septbr. 1703wurde er Generalmajor, 1699 den 23. Februar wirklicher geheimer