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1 (1842) A - D
Entstehung
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Dictfurt Dicthcrdt.

Major in dem Regiment v. Renouard diente und gegenwärtig pensio-nirt zu Berlin lebt. Sein Sohn ist königl. Rittmeister bei der Gens-därmerie zu Potsdam. Das Wappen der Familie y. D. giebt Siebma-cher , I. S. 167. unter den Meissnischen. Ks zeigt im blauen Schilde,das durch einen rothen Querbalken, der von der oberen Rechten zurLinken geht, getheilt ist, einen silbernen, nach der linken Seite ge-kehrten Schwan und auf dem Bunde ein mit einem Deckel verschlos-senes Geräth zwischen einem rechts weissen, links blauen Adlerlluge.M. s. ausführliche Nachrichten über diese Familie in der sächsischenGeschichte Tbl. 11. S. 579. Dreyhaupt, Beschr. des Saalkreises 47 Tat'.No. 3. Gaulie, I. S. 375 377. Schönberg, I. S. 309. u. f. II. S. 779 781. Diese Familie besass das Oberküchenmeisteramt im ErzstifteMagdeburg. Friedrich v. D. erschien schon bei dem Turnier zu Mer-seburg im Jahre 769, und Wulf v. D. bei dem im Jahre 1119 zu Göt-tingen abgehaltenen. Geislcr v. D. war 1439 erzbischöflicher Amts-hauptmann zu Jiiterbogk, sein Sohn Ollo aber Hauptmann des Iirzbi-schofs auf der Moritzburg zu Halle. Ollo v. D. besass um das Jahr1550 das Schloss und die Stadt Finsterwalde und wurde kaiserl. undkursächsischer Feldobrister. Er vertheidigte die feste Stadt Pestli mitgrossem Ruhme gegen die Türken, und erhielt nach deren Abzüge denRitterschlag vom Kaiser. Hieronymus v. D. Er starb 1586 als Herrauf Dieskau und Hauptmann auf dein Giebichenstein bei Halle. SeinSohn Hieronymus auf Dieskau und Ques (Queis) war dreier Kurfürstenund Markgrafen zu Brandenburg, zuletzt Georg Wilhelms wirklichergeheimer Rath und Gesandter au verschiedenen Höfen. Dessen SohnHieronymus starb 1641 als Ritter des Johanniterordens und Comman-dant zu Suplinburg. Ausser Dieskau , Ques und Finsterwalde warenauch Grosszschocher, Knautheim und Zscheptin in Sachsen Besitzun-gen der Familie von D.

Dictfurt (Ditfurtli), die Herren von.

Man unterscheidet zwei Familien dieses Namens. Die eine wargräflichen Standes, die andere gehört dem Rilterstande an. Sie ka-men durch mehrere Jahrhunderte, und namentlich bis zum 16ten, iinMindenschen und Quedlinburgschen bei uns vor, und ein Zweig hatsich nach Baiern gewendet, der jetzt noch daselbst blüht. M. s. dar-über des Ritter Vollungs Adel des Königreichs Baiern. S. 317. Gaulle,

II. S. 177. Das alte gräflich Dietfurtsche Wappen giebt Siebmacher,

III. S. 9. Es ist ein blauer Löwe im weissen Schilde, der eine ro-the Mütze auf hat. Ein zweiter eben solcher Löwe wächst aus demungekrönten Helme. Die Decken und das Laubwerk sind blau undweiss, v. Meding sagt: Sie führen im goldenen ;Felde zwei blaueBalken. Ein vor uns liegendes Wappen der adeligen Familie v. D.zeigt zwei goldene Balken, zwischen ihnen einen blauen Streif im ro-then Schilde und auf dem gekrönten Helme zwei Bülfelhörner.

Dietherdt, die Herren von.

Eine alte pommersche Familie, die sich in früheren Zeiten auchDietert und Diedert schrieb. Sie besass Hohen-Grape bei Pyritz.Nach v. Hellbach wäre sie im Jahre 1807 erloschen, allein Georg Phi-lipp v. D., zuerst im Regiment von Prittwitz, später Coinmandant vonPosen, General-Intendant und seit dein 3. Nov. 1804 wirkl. geheim.Staats - und Kriegsminister, Dircctor des ersten Departements im Ober-