Cölln — Coels.
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Balken befinden. Auf dem gekrönten Helme stellt ein Adlerfing, inder Mitte jedes Flügels zeigt sich wieder ein schwarz und silbernerwürfelförmiger Balken.
Cölln, die Herren von.
Ursprünglich soll diese Familie Mecklenburg angehört, und ihrStammhaus bei Güstrow gelegen haben. Aber auch in Schlesien kommtein gleichnamiges adeliges Geschlecht vor, als dessen Stammort dasDorf Cölln an der Stober, im Fiirstenthume Brieg, bezeichnet wird;doch schreiben sie sich auch von Cölln aus dem Hause Läsichen. ImWolauschen besassen sie das Gut Peiskern. — In neuerer Zeit habensich zwei von Cölln als Schriftsteller, jedoch in sehr verschiedenerArt und Weise, bekannt gemacht, nämlich Georg Friedrich WilhelmFerdinand v. Cölln durch Schmähschriften, die unter dem Titel: ver-traute Briefe über die innern Verhältnisse des preussischen Hofesund Neue Feuerbrände u. s. w., in den unglücklichen Jahren 1807— 8erschienen, und sein Neife Daniel Georg von Cölln, durch mehreretheologische Schriften und Abhandlungen. Der erstere starb als pen-sionirter Kriegs- und Steuerrath am 31. Mai 1820 zu Berlin, derletztere als Consistorialrath zu Breslau am 17. Februar 1833. Beideaber waren zu Oettingshausen im Fürstenthume Lippe geboren undscheinen demnach in keiner Beziehung zu der oben erwähnten schle-sischen Familie v. Cölln gehört zu haben. Im Gegentheile, sie sollenvon einem Geschlechte abstammen, das sich unter dem Namen v. Beesschon vor dem 30jährigen Kriege in Cöln am Khein ansiedelte, unddort seinen Familiennamen mit dem v. Cölln vertauschte. Der Vaterdes Daniel Georg v. Cölln war Ludwig Friedrich August v. Cölln, deram 27. Juli 1753 zu Heyden im Lippeschen geboren war, und als Ge-neralsuperintendent der reformirten Kirche zu Detmold am 18. Februar1801 starb. Auch er war als Schriftsteller bekannt.
Coels, die Herren von.
Dieses adelige Geschlecht, welches aus dem alten römischen Con-sulargeschlechte der Coelii abstammen soll, hatte in sehr früher ZeitFamilienangehörige in Italien, in der pyrenäischen Halbinsel, in Bri-tannien und in Gallien. Auch kömmt es in Belgien schon im dreizehn-ten und vierzehnten Jahrhunderte vor. In den Trophees de Brabantdes Genealogisten Büttkens finden sich mehrere Allianzen der Fami-lie aus den Jahren 1307, 1377, 1390 und 1119 mit den alten belgi-schen Rittergeschlechtern der von Aerschott, Auwenberghe, Florenseleund Piepenpog verzeichnet. In der Hauptstadt Brüssel genoss dieFamilie die Rechte der sieben privilegirten Geschlechter, und es kom-men in den Jahren 1433 bis 1073 mehrere, bei dem nämlichen Bütt-kens angeführte Mitglieder der Familie, in den ersten Magistratsäm-tern zu Brüssel, so wie in mehrern andern brabantischen und fian-drischen Städten vor; andere waren in Staatsämtern, im Militair oderAebte und Mitglieder dortiger Abteien und geistlicher Stifte, wie diesdie noch hin und wieder vorhandenen Grabdenkmäler bezeugen.
Philipp Anton von Coels, Sohn von Hubert und Katharina vonHaick, geboren im Jahre 1582, war Major in der königl. spanischenW r allonisclien Garde zu Madrid, und diente später in dem Regiinentedes Herzogs Philipp Kail von Arschott in den Niederlanden; dort liei-rathete er auch Katharina von Neuiforge, Frau von Pouhons, bei
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