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Cluuuicr.
Friedlich Wilhelm I. erhob einen Herrn von Chambrier sclion am31. August 1737, und König Friedrich 11. am 8. Juli 1751 den da-maligen Legationsrath, nachmaligen Gesandten am Pariser Hofe, Jeande Chambrier in den Freiherrnstand. Der Freiherr Jean l'eter Cham-brier d'Oleires wurde im Jahre 1780 preussischer Kammerherr und späterGesandter am sardinischen Hofe, lir übernahm am 10. Juli 1814 dasGouvernement von Neufchatel und starb daselbst im Jahre 1873. Krhatte schon im Jahre 179!) den grossen rothcn Adlerorden erhalten undwar auch Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Einanderer Herr v. C. zu Corneaux bei Neufchatel, wurde im Jahre 1787königl. Kammerherr, und im Jahre 1804 bekleidete er den Posten einesStaatsrathes und Directeur des bätimens. — Friedrich Baron deChambrier, Staatsrath in Neufchatel, und königl. Legationsrath, wurdeim Jahre 1807 Kammerherr. — Friedrich Alexander , Baron v. Cham-brier, Staatsrath;zu Neufchatel, erhielt im Jahre 1870 den Johanniter-Orden und ist gegenwärtig General-Procurator und Ritter des rothenAdler-Ordens, auch Präsident des Finanz-Departements. — AlexanderBaron Chambrier ist Staatsrath und Maive von Valengin. Die Wappen,welche den beiden oben erwähnten Freiherren v. Chambrier beigelegtwurden, sind sich ganz gleich, nur hat das des zuletzt erwähntenFreiherrn ein Herzschild, nämlich den preussischen Adler im silbernenFelde. Beide Wappen aber sind quadrirt. Im 1. silbernen Feldezeigt sich der Hals und Kopf des preussischen Adlers; im 2, goldenenFelde belindet sich ein schwarzer Balken zwischen zwei schwarzendoppelten Sparren, im 3. rothen Felde liegt ein rechter goldenerSchrägbalken, auf beiden Seiten desselben stehen 5 französische Lilien;das 4. blaue Feld ist schräg schmal, gold gegittert oder auch Goldund in blau schräg schmal gegittert. Auf den beiden Helmen stehtlinks ein schwarz geharnischter Mann, jedoch mit blossen Armen,freiem Antlitze und mit einem schwarzen, mit rothen Straussfederngezierten Helme bedeckt. Die Rüstung an den Schulterblättern istGold; er legt die linke Hand an die Hüfte, und in der rechten hälter einen Stab, der oben in ein mit 4 Kugeln besetztes, auf einerSpitze stehendes Viereck ausläuft, wie ihn die alten Deutschen imKriege zu tragen pllegten, und auf dem rechten Helme steht schrägein schwarzer Adlerllug. M. s. Erman Tom IX, p, 07, ferner Handb.über den königl. preussischen Hof und Staat, Jahrgang 1804. p, 4. 6.10. u. s. w., die preussische Ordensliste neueste Ausgabe S, 215. u. s. w.
CIianiier, die Herren von.
Aus diesem adeligen Geschlechte französischen Ursprungs dien-ten und dienen noch mehrere Mitglieder in der preussischen Armee.Ein Hauptmann v. Chamier im 1. Garde - Regimenti starb im Jahre1813, ein jüngerer Bruder von ihm in demselben Regiment starb 1811;ein Major und Kreis - Brigadier der Gensdarmerie von Chamier, derfrüher in dem Regiment v. Plötz zu Warschau gestanden hatte, wurde1818 pensionirt. Ein Major v. Chamier a- D-, welcher sich in derSchlacht an der Katzbach das eiserne Kreuz erworben hat, zuletztPlatzmajor in der Bundesfestung Luxemburg; ein anderer Major v. Ch.,der gegenwärtig das 2. Bataillon des 5. Landwehrregiments zu Marien-burg coinmandirt, erhielt das eiserne Kreuz schon für seine Tapfer-keit in der Schlacht bei Gr. Götschen. Ein vor uns liegender Abdruckeines Wappens der v. Ch. zeigt im silbernen Schilde einen Anker undauf dem Helme einen Strahlenkranz.