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Caiinler — Canstein.
olme männliche Nachkommen zu hinterlassen, daher ist diese Liniewieder erloschen.
Das gräfliche Wappen zeigt im silbernen Schilde das burgundischeoder Andreaskreuz, in dessen spitzen Winkeln sich vier Hosen belinden.Die Grafenkrone ist mit drei Helmen bedeckt. Der mittelste trägt wie-der eine Grafenkrone, auf der ein preussischer Adler steht, der rechterHand trägt eine bischöfliche Krone (Fürstenhut), auf der aus einemKade 8 brennende Fackeln emporsteigen, der linke eine adelige Krone,auf der eine mit 3 Geierfedern geschmückte spitzige rothe und weissemorgenliindisclie Mütze, welche fast die Form eines ausgeschüttetenFüllhorns hat und unten mit Gold verbrämt ist, steht. Zwei gehar-nischte mit Lanzen bewaffnete Männer halten das Schild. Das derFreiherren v. Canitz, welche den 11. Februar 1698 anerkannt wurden,hat dasselbe Schild wie das der Grafen, doch befindet sich ein golde-nes Herzschild auf dem sich der Reichsadler zeigt, darin. DerselbeAdler schwebt über der adeligen Krone des mittlem Helmes, die bei-den andern Helme sind wie die auf dem gräflichen Wappen. Die Frei-herren Canitz v. Loos hatten einen quadrirten Schild, mit 1 und 4 zeigtes im goldenen Felde einen schwarzen Büffelskopf, und im 2. und 3.silbernen Felde das rothe burgundische oder Andreaskreuz. Hier istder mittlere Ilelin mit der Bischofskrone und dem oben bezeichnetenRade, auf dem rechten ist ein Biiffelkopf wie im Schilde, doch hiervon einem Rosenkranze umgeben und mit zwei 1'1'auenwedeln ge-schmückt, der linke ist wie oben.
Cannler, die Fräuleins von.
Die Töchter des Geheimenraths Cannler, Eleonore und CharlotteCannler, wurden von dem Könige Friedrich II. am 22. Mai 1753 gea-delt. Das diesen Damen beigelegte Wappen bestand in einem blauenSchilde, durch dessen obere Hälfte von der Linken zur Rechten einsilberner Querbalken gelegt ist.
Canstein, die Freiherren und Herren von und zum.
Sie gehören zu dem altern Adel Westphalens, und eine Linie wurdeim Jahre lb57 in den Freiherrenstand erhoben. Aus dieser ehrenwer-tlien Familie ist der Gründer der Halleschen Bibelanstalt Kurl Hilde-bramll Freiherr v. Canstein, der im Jahre 1712 den grössten Theilseines Vermögens zur Stiftung dieses wohlthätigen Instituts hergab,hervorgegangen; mit ihm ist diese Linie in den Marken erloschen, undseine Güter kamen in fremde Hände. Ruban Freiherr v. Canstein,geboren den 19. August 1617, starb am 22. März 1680 als Obermar-schall und wirklicher Geheimerath. Im Jahre 1657 ging er als Wahl-botschafter mehrerer deutscher Höfe zur Kaiserwahl Leopold's I., derihn bei dieser Gelegenheit in den Reichsfreiherrnstand erhob. SeinSohn, Philipp Ludwig Freiherr v. Canstein, besass die Herrschaft Can-stein und die Güter Schönberg, Neukirchen, Blumberg, Eiche undHelmsdorf, er blieb als preussischer Oberst und Chef des Gendarmen-Regiments; nach König a. a. O. 1. Bd. S. 314, am 11. Juli 1708 inder Schlacht bei Oudenarde, 40 Jahr alt; nach der Inschrift seines zuBlumberg, 2A Meilen von Berlin, in der Kirche befindlichen Denkmalsaber in der Schlacht bei Malplaqnet (1709); die Fama bekränzt aufdiesem Denkmal sein Brustbild mit Lorbeeren. Gegenwärtig ist dasSchloss Canstein in Westphalen, das Stammhaus dieses alten und