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1 (1842) A - D
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Budowa Bülow.

Budowa, die Freiherren von.

Nach den Religionskämpfen in Böhmen lebten, nach Lucit, II. B.S. 1737, Freiherren dieses Namens in Schlesien. Namentlich hatteder Letzte dieses alten vornehmen Geschlechtes, Wenzel Theodor Frei-herr v. Budowa, ein sehr gelehrter Mann, mehrere Güter in Modlau,noch andere in Modelsdorf hei Biinzlau besessen. Sehr wahrscheinlichist diese Familie dieselbe, welche Sinapius, I. B. S. 262 unter denNamen Bidau oder Bedau aufführt; denn unter den Vorfahren diesesGeschlechtes kommen 1334 und 1437 auch Ritter vor, die Johann Ru-dow benannt werden. Auch Bucelin und Schickfuss halten diese bei-den Geschlechter für gleichbedeutend. Wir halten sie aber für zweiganz verschiedene Familien, da die Redaus schon seit der Tartar-schlacht bekannt waren und die Budowa erst im Laufe des 30jährigenGlaubenskampfes nach Schlesien kamen.

Bülow, die Grafen, Freiherren und Herren von.

Dieses uralte, in Deutschland, Schweden und in der Schweiz vielverbreitete Geschlecht wird zu den Familien wendischen Ursprungsgezählt. Schon im 12ten Jahrhunderte besass es das Gut Bülow beiRehna und in einem vor uns liegenden Stammbaume, welcher durchden Verfasser der Beschreibung des Geschlechts v. Bülow revidirt wor-den ist, beginnt die eigentliche Stammreihe mit dem Ritter Gottfriedv.Biilow, derum dasJalir 1231 lebte. Nikolaus v.I!. aufZibiihl kommtim Jahre 1291 vor. Im Ilten Jahrhunderte fing das Geschlecht an,sich in verschiedene Linien zu theilen, von denen nach und nach fol-gende entstanden sind, die wir um so mehr Veranlassung nehmen,namhaft zu machen, da aus ihnen eine lange Reihe berühmter Männerhervorgegangen ist, die auch in den kurbrandenbnrgischen und königl.pieuss. Diensten sich hohe Verdienste erworben haben.

Ehe wir zu ihnen übergehen, bemerken w ir, dassfiinf aus diesem Ge-schlechte, namentlich Rudolph, Gottfried, Ludolf, Heinrich und Friedrichv. B., vom Jahre 1250 bis zum Jahre, 1375 mit wenigen Unterbrechungenden bischöflichen Stuhl von Schwerin einnahmen. Die erwähnten ver-schiedenen Linien sind: die v. Wedendorf, Potrense, Gross-Siemen,Radun - Wischendorf, Zibiihl, Gartow-Stintenburg, Wehningen-Gudowund Piieschkow. Kaiser Joseph I. ernannte am 16. Decbr. 1705 einenZweig dieser Familie, welcher der Linie v. Piieschkow angehörte, inden Freiherrnstand; Kaiser Karl IV. aber erhob ein anderes Mitgliedaus derselben Linie in den Reichsgrafenstand. Der König von Preus-sen aber erhob einen der berühmtesten Helden aus dem Befreiungs-kampfe, den Freiherrn Friedrich Wilhelm v. B., ebenfalls aus derPlieschkower Linie, am 3. Juni 1814, und den damaligen Finanzmini-ster Friedrich Ludwig Victor, aus der Gross-Siemenschen Linie, am17. Januar 1816 in den Grafenstand, nachdem ihm schon früher derKönig von Westphalen diese Würde ertheilt hatte. Diese beiden be-rühmten Mitglieder dieser Familie sind weiter unten näher erwähnt,v. Gundling führt als v. Biilowsche Güter an in der Altmark Schöne-berg und Falkenberg, in der Priegnitz Quitzöbel. In der Gegenwartbesitzt diese Familie ebenfalls noch Güter in verschiedenen Provin-zen der Monarchie, namentlich Graf Friedrich Albert, geboren den7. Decbr. 1811, königl. preuss. Lieutenant im 2. Garde-Uhlanen-Regiinent,der einzige Sohn des am 25. Januar 1816 verstorbenen Generals derInfanterie, Grafen Friedrich Wilhelm Bülow v. Dennewitz, die bedeu-tenden Dotationsgüter Neuhausen u. s. w. bei Königsberg in Preussen,