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1 (1842) A - D
Entstehung
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325
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Buddenbrook. 325

lieh gegenwärtig Karl Anton, Freiherr v. B., königl. Kammerherr, ver-mählt mit einer Freiin v. Senden, die Fidei - Cominis - Güter Pläswitz,Zuckelnick, Metschkau und Johnsdorf, welche der GenerallieutenantJohann Jobst Heinrich Wilhelm v. B. von seiner Stiefmutter BeateAbigail v. Siegroth, verwittweten Freiin v. Nostitz, im Jahre 1770 er-erbt und dazu am 9. October jenen Jahres vom Könige Friedrich IT.das scldesische Incolat erhalten hatte. Hier erinnern viele ansehnlicheStiftungen lur Arme und Schulkinder au den ersten Besitzer dieserGüter, aus dem edlen Geschlechte der v. Buddenbrock, und das schönebethiirmte Schloss ist historisch merkwürdig geworden, weil am 4. Juni1813 hier zwischen den Generalen v. Kleist und Schuwalow einer-seits, und dem General Caulaincourt, Herzog vonVicenza, andererseits,der bekannte Waffenstillstand gescldossen wurde. Aus diesem Ge-schlechte sind besonders anzuführen: 1) Der oben bereits erwähnteWilhelm Dietrich v. 15., geboren am 15. März 1072 auf dem väter-lichen Schlosse zu Tilsewirschen, königl. preuss. General-Feldmarschall,Gouverneur von Schlesien und Breslau, Obrister eines Regiments Kü-rassier, Bitter des schwarzen Adlerordens, Propst des adeligen Stiftszu Soest, in der Grafschaft Mark, Amtshauptmann der Aemter Neu-haus, Labiau und Zehden; er starb den 20. März 1757. Dieser be-rühmte Mann gehörte zu den Generalen, welche die beständigen Ge-sellschafter des Königs Friedrich Wilhelm I. waren und zugleich dieAemter von Kammerherren bekleideten. Er war es, der, als der harteVater den Kronprinzen, nach der vereitelten Flucht, mit dem Todebestrafen wollte, seine Brust entblüsste und heldenmüthig ausrief:wenn Ew. Majestät Blut verlangen, so nehmen Sie meines, jenes be-kommen Sie nicht, so lange ich noch sprechen kann; und 2) dergleichfalls schon erwähnte Johann Jobst Heinrich Wilhelm v. B., einSohn des vorerwähnten v. B., war königl. preuss. Generallieutenant,Chef des Cadettencorps, und der Academie militaire, Ritter des schwar-zen Adlerordens, Senior und Ritter des St. Johanniterordens. Er starbden 27. November 17t>L Ausserdem gelangte noch Ludwig v. B., der17S2 staib, und Bernhard v. B., der 1807 starb, zur Würde einespreussischen Generals. Mehrere waren Obersten, und zahlreiche Mit-glieder aus dieser Familie blieben oder bluteten aus ehrenvollen Wun-den , in den verschiedensten Zeiträumen der preussischen Kriegsge-schichte, auf den Schlachtfeldern. Von der schwedischen Linie beglei-tete ein v. B. den König Karl XII. nach Bender. Er wurde alsGenerallieutenant nach einer unglücklichen Schlacht gegen die Russen,durch Verurtheilung des Reichsrathes, enthauptet. Ein Freiherr vonBuddenbrock war im Jahre 1805 Präsident der westpreussisclien Kriegs-und Domainen-Kuininer zu Marienwerder. Ein v. B, besitzt gegen-wärtig das Gut Wahnitz bei Bernstadt. Das Wappen dieser Familie,so wie eine Ahnentafel, giebt Dietmar in seiner Geschichte von denHeermeistern des Johanniterordens S.9, v.Meding beschreibt es im III.Tille. S. 120. Ein silbernes Schild, dreimal dreiBalken mit den Spitzendergestalt gegen einander geschoben, dass sie wechselweise blau undgolden längliche Rauten oder Wecken bilden, und das dazwischen lie-gende Feld gleichfalls einer Wecke ähnlich sieht. Auf dem Helmestehen 7 blaue und weisse wechselweise angebrachte Straussfedern.

- Verschiedene Nachrichten über dieses Geschlecht lindet man in vonKrohne, I. Thl. S. 124 bis 126, ferner S. 331 bis 335 in Pauli's Le-ben grosser Helden, I, Thl. S. 3 und 4, in Hupeis Materialien S. 104;in Gauhe, I. Thl. S. 206 u. s. w.,u. s.w. M. s. auch den Artikel vonBudden, denn es sollen die v. Buddenbrock ihren Namen aus der Zu-sammensetzung der Häuser v. Budden und v. Brock in Geldern erhal-ten haben..