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Briest — Brictzke. (Britzke.)
«lieser Familie waren, wie wir sclion erwähnt haben, auch in Pom-mern ansässig, und Heinrich v. 15. war schon im Jahr 1401 HerzogsJloleslav VII. in Pommern, Kanzler. (Derselbe wird auch in Frie-«leboriis Beschreibung der Stadt Stettin erwähnt.) In dem vaterländi-schen Kriegsdienste haben sicli verschiedene Herren v. B., Ruhm undEhre erworben, namentlich: Karl Philip)) Traugott v. B. geboren iinJahre 1765. Kr war bis zur Wurde eines General-Majors emporge-stiegen, und trat mit dem Charakter eines General-Lieutenants imJahre 1831 in den Ruhestand. Kr war Ritter des Verdienstordens,den er bei Radomsk in Polen erworben hatte, und des rothen Adler-ordens 2ter Classe. Vorzüglich zeichnete er sich auch in dem für diepreuss. Wallen so glücklichen Reitergefecht von Hainau aus. Er starbim Jahre 1834. Ein Major v. B., der in der Schlacht bei Auerstädtden rechten Arm verloren hatte, starb vor einigen Jahren als Post-meister zu Neumark. Christian Gottloh v. B. starb als Stadt- undRathsdirector zu Grimberg.— Ein hoii'nungsvoller junger Ollizier die-ses Namens starb an ehrenvollen Wunden , die er im Befreiungskam-pfe erhalten hatte. — Der Landrath a. D. v. B. ist einer der Direc-toren der neumärk. General-Land-Feuer-Societät (für den KreisSchiefelbein). Ein anderer Herr v. Briesen Hauptmann von der Ar-mee und Bruder des vorher erwähnten Majors ist Director der Rit-terakademie zu Liegnitz. — Ein Rittmeister v. B. ist Postmeister zuWriezen an d. O., und ein Fräulein v. B. ist Conventualin des Fräu-leinstiftes zum heiligen Grabe. Das Wappen dieser Familie zeigt ineinem, in ein schwarzes, in ein weisses und in ein rothes Feld ge-theilten Schilde zwei in eine Spitze gezogene krumme Linien, welchedie eben erwähnte Farbentheilung bewerkstelligen. Auf dem Helmesteht ein auf dieselbe Weise nach den Farben getheilter Adlerüiigel.Eine andere Beschreibung davon nennt einen schwarzen, silbernen undrothen, mit einer gebogenen gestürzten Spitze getheilten Schild. M. s.die schon erwähnte Friedebornsche Besclir. von Stettin — Magni So-rav. p. 19., Grossers lausitzsche Denkwürdigkeiten, Reidels sehens-werthes Prag, Gauhe, I. Till. S. 186., Briiggemann, 1. Bd. 9. Haupt-stück , Sinapius, I. Bd. S. 298. II. S. 550. Das beschriebene Wappengiebt Siebmacher im 1. Bd. S. 53. (er nennt die Familie v. Briese.)und v. Meding II. Bd. No. 133.
Briest, die Herren von.
Eine erst in neuerer Zeit erloschene märkische Familie , derenletzter weiblicher Sprosse die vor einigen Jahren verstorbene, alsSchriftstellerin und Dichterin rühmlichst bekannte Frau Karoline de laMotte-Fouque, zweite Gemahlin des bekannten Schriftstellers dieses Na-mens war.
Brietzkc (Britzke), die Herren von.
Ein ursprünglich anhaltsches, altadeliges Geschlecht, welchesschon unter Heinrich I. nach Brandenburg kam und bei der StadtBrandenburg, oder vielmehr in deren Gegend, sich ein Schloss baute.Sie haben sich später auch in andern deutschen Staaten und nament-lich auch im Trierschen ansässig gemacht, Siegmund v. B. und einjüngerer Bruder von ihm gelangten schon um das Jahr 1500 zur Wur-de eines Dompropstes zu Brandenburg. — Bartholomäus v. B. starb1647 als Herzog!. Sachsen - Weimarscher Oberstallmeister. — Valentin