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1 (1842) A - D
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Bredow.

Arnim'», Scldabrendorfs, Winterfeld's, Rochow's, Stechow's u. s. w.in das Land gekommen. Die Herren von Bredow sind unter dem Na-men Bannerherren einst Besitzer der Stadt Breda gewesen, die nochvor 100 Jahren das Bredowsche Wappen an ihren Thoren führte. (M.s. Johann Ludwig Gottfried's Archonlologia cosmica pag. 436.) DieseAbstammung wird auch in den spätem reichsgrällichen Diplomen,welche zwei Zweige der Familie vom Kaiser Leopold und Karl VII.erhielten, ausdrücklich erwähnt. Nach Merian's niederl. Ilistor. H.Thl.verkauften die Freiherren v. B. die Herrschaft Breda; Kngel nennt sieaber in seiner Chronik der Altmark, pag. 67, Nassauer Herren. Aus denältesten Zeiten sind folgende Mitglieder dieser Familie der besondernAufführung werth: Wilhelm v. B., der im Jahre 1223 Bischof zu Le-bus wurde und diese Würde 21 Jahre lang bekleidete, und Joachimv. B., der um das Jahr 1288 Bischof zu Brandenburg war. DerStammbaum der heutigen Bredow Friesackschen Linie beginnt mitIfasso von B., der in einer Urkunde vom Jahre 1369 und in demschon von uns erwähnten Landbuche Kaiser Karls IV. vorkommt. Umdas Jahr 1379 lebte Lippold v. B., ein berühmter Krieger und Ge-fährte des Johann v. Cottbus. Ilasso und Achim v. B., der Letztereaus dem Hause Cremmen, nahmen den Herzog Johann von Mecklen-burg gefangen. In dem erwähnten Landbuche heisst es: Ilasso v. B.hat das Land Friscik (Friesack) vom Herrn der Mark zum Lehn er-halten. Er hatte sich besonders in den Kriegen des Kurfürsten gegendie Herzöge von Pommern und namentlich bei der Eroberung von An-germünde ausgezeichnet. In den alten Urkunden der Familie wirdstets ein alter Hasso und ein junger Hasso, wahrscheinlich Vater undSohn, erwähnt; der eine von ihnen war Hauptmann der Altmark, derandere aber Landvoigt der Mark Brandenburg. Die Friesacksche Li-nie, die sie gründeten, besass schon damals mit dem Lande Friesack,die Güter Wagnitz, Sentzke, Braedikow, Hage, Klessen, Friesack,Dicte, Görne, Landin, Kriele, Liepe, Vietznitz und Warsow. Hart-wich v. B. theilte noch bei Lebzeiten seine Güter im Jahre 1578 unterseine Sohne Lippold und Gconj , die darüber ausgestellte Concessions-Urkunde ist jedoch vom Jahr 1587; Friesack selbst behielt der Vaternoch; Georg bekam Wagnitz, mit der Hälfte der übrigen Güter, undLippold Sentzke mit der andern Hälfte; eben so auch nach des VatersTode jeder die Hälfte von Friesack. Georg wurde auf diese Weiseder Stammvater der ersten oder alten Wagnitzschen Linie. Sein Sohn,der ebenfalls Georg hiess, wurde am 26. Februar 1636 von Marodeurs,die sein Scldoss Wagnitz angriffen, und nach langem Widerstandeüberwältigten, mit seinen Kindern ermordet; nur der jüngste seinerSohne Hans Christoph, der zufällig nicht im mütterlichen Hause an-wesend war, sondern auf der Hochschule zu Wittenberg studirte, bliebverschont. Er ist später als ein tüchtiger Landwirth bekannt gewor-den; er besass auch zu Spandau ein massives Haus, welches er er-baut hatte, um seiner Familie in Kriegszeiten einen sichern Zuüuchts-ort zu verschallen. Dieses Gebäude wurde erst in der Belagerung1813 zerstört, doch ist das dazu gehörige W r appen und Steinbild ge-rettet und gegenwärtig im Schlossgarten zu Wagnitz aufgestellt. Eben-so befindet sich auch in der Kirche zu Wagnitz ein Bild vom Jahre1669, auf welchem er mit seiner ganzen Familie in Lebensgrösse dar-gestellt ist. Kr starb im Jahre 1691 zu Spandau, und hinterliess 4Söhne und 6 Töchter, 1) Gconj , der älteste seiner Söhne, erhieltFriesack, Klessen, Görne, Liepe u. s. w., und wurde Stifter derjetzigen gräflichen Linie; 2) Gebhardt Ludivö) Friedrich, Herr aufKlessen, Dicte, Görne, Brun u. s. w., hatte 6 Söhne. Sie starbenalle kinderlos, bis auf Gconj Friedrich Ulrich, dessen Sohn Friedrich