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1 (1842) A - D
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Bois-Cliateleraut.

Karl, Freilierrn von Fechenbacli zu Laudenbach, nur eine' Tochter,Josepha, hatte, so verkaufte er einige Jahre vor seinem Tode, der18'.'7 erfolgte, diese Herrschaften an den Freiherrn von Reck-Volmcn-stein. Aus diesem Geschlecht haben sich geschichtlich berühmt ge-macht: Conrad I. (geb. 1494, f 1567), Ilitter, kaiserl. Feldoberster,Geh. Kriegsrath und Yorder-Oesterreich'scher Statthalter.

Als der kaiserl. Generalissimus Karl, Herzog von Bourbon, bei derBelagerung von Rom am 6. Mai 1527 erschossen wurde, und dieversammelten Feldobersten unentschlossen waren, diese Belagerungfortzusetzen oder aufzuheben, gab er fiir's Erstere den Aussehlag undwurde ad inlerim von ihnen zum Generalissimus, bis der Kaiser einenandern ernannt habe, erwählt. Als Rom erobert und der Tapst Cle-mens VII. gefangen, unterschrieb und besiegelte er den abgeschosse-nen Vertrag. Conrad schlug mit den deutschen Fähnlein das franzö-sische Heer aus Neapel (1518). Im folgenden Jahie, wo der neue kai-serliche Generalissimus Philibert von Oranien Florenz belagerteund den 11. November das Unglück hatte, dabei sein Leben zuverlieren, war es Conrad vorbehalten, wie bei Rom, das von den Ein-wohnern so tapfer vertheidigte Florenz einzunehmen. Im Jahre 1552wurde er zum Feldherrn über 12,000 Lanzenknechte gegen SultanSolininn in Ungarn ernannt, und 1537 begleitete er Karl V. mit denDeutschen in den niederländischen Krieg, wo er gefahrlich in dieHand verwundet wurde und j Jahr in Brüssel sich heilen lassen musste.Bei dem auf dem Reichstage zu Nürnberg 1542 beschlossenen Feldzugegegen die Türken in Ungarn wurde er zu einem der sieben Kriegs-räthe ernannt, welche dem Kurfürsten Joachim von Brandenburg mitRath und That beistehen sollten, da er ausserdem noch 42 Fähnleindeutscher Fussknechte befehligte. In dem französischen Kriege 1545bei der Belagerung von St. Dissier commandirte er 20 Fähnlein, imschmalkaldischen oder deutschen Kriege eroberte er Mansfehl (1546).In der berühmten Schlacht von St. Quentin (1557) deckte er das be-festigte Lager, und dieses war der letzte Feldzug, den er mitmachte.Seine Rüstungen, die sich besonders durch ein Cruciüx auf dem Brust-stücke auszeichnen, vor weichemein Ritter kniet, mit der Unterschrift:Hilf Herr am Kreutz, reich in Gold ausgelegt, belinden sich sowohlin der Ambrosischen Sammlung in Wien, als auch in dem Waffensaaldes Grafen von Erbach zu Erbach. Von seinen Nachkommen, die sichmehr oder minder im kaiserl. Staats- oder Kriegsdienst auszeichneten,und sowohl in männlicher als weiblicher Linie mit den edeln Ge-schlechtern der Moniforle, Fürstenberge, Fugycr, Schwarzenherge, IAm-burge, Wailhnisleinc, Licbtcnsleine ehelich verbunden waren, ist Con-rad III. (f 1618) kaiserl. Geh. Rath, Kämmerer und Statthalter zuTyrol, wie auch zugleich kurbaierscher Geh. Rath und Kämmerer,am meisten durch seine Gesandtschaften nach Königsberg (1594), nachWien zur Vermählung des Kaisers Matthias (1611), und nach Erfurtwegen Auseinandersetzung des jiilich - cleveschen Streites (1613) rühm-lichst bekannt. Das Wappen ist ein schwarz und silbern vierfach ge-theiltes Schild, auf dem Helme eben so getheilte BüffelhÖrner.

Bois-Cliateleraut, du, Herr.

Der König Friedrich II. ertheille am 21. Mai 1768 dem HerrnBois-Cliateleraut, damals Finanzrath in Diensten des Herzogs vonParma, den Adel, und es wurde ihm folgendes Wappen beigelegt. Einquadrirtes Schild; im ersten Felde steht in Gold ein gekrönter schwar-zer Adlerhals: im zweiten eine Eule im blauen Felde; im dritten