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Bodt.
herrlichen Standes. Eine andere kam im 17. Jahrhunderte nach Schle-sien, wo sie im Fürstenthnme Ratibor Güter besass. In der preussi-sclien Provinz Sachsen besitzen die von Bodenhausen die Güter Bnrg-kemnitz, Kadis u. s. w. Ein Herr von Bodenhausen ist gegenwärtigDomherr (Präl. Aedilis) am Stifte zu Merseburg. Schon im Jahre 1360war Johannes von Bodenhausen Domherr zu Erfurt und Heinrich vonBodenhausen wurde 1572 Hochmeister des deutschen Ordens; er starbam 15. März 1595 zu Weissenburg im Elsass. Cuno Odemar von Bo-denhausen, der Bequeme genannt, war 1651 Mitglied der fruchtbrin-genden Gesellschaft. In verschiedenen genealogischen Werken werdendie von Bodenhausen unter den braunschweigschen Familien aufgezählt.Sie führen drei blutrothe Mondei im weissen Schilde. Auf dem Hehnesteht ein gewundener Bund, darüber eine silberne Säule, oben mitweissen und rothen Straussfedern geziert. Die Decken sind weiss undroth. Das freiherrliche von Bodenhausensche Wappen besteht aus ei-nem quadrirten Schilde mit einem Herzschilde und zeigt 1) den schwar-zen Doppeladler in gelb, 2) drei silberne Säulen in blau, 3) einen ver-dorrten silbernen Baum in blau, 4) einen schwarzen sitzenden Bären ingelb, endlich im weissen Herzschilde die drei rothen Monde. Ueberdem Ganzen stehen drei Helme, geschmückt mit 7 Straussfedern, ei-nem Doppeladler und einem schwarzen Bären. Die Decken sind rothund weiss. M. s. Hermanns Betrachtungen über das von Bodenhau-sensche Geschlecht. Jesnitz, 1727. Moebius bist, diptom. Nachrichtenvom Vogtlande 1760, S. 46. Seiferts Ahnentafeln, II. Bd. S. 12. Gauhe,I. Bd. S. 128 bis 30 Albini, Geschichte der Grafen und Herren vonWerthern, S. 61. Beckmanns Anhaltsche Geschichte, VII. Tbl. Tab.A. Das Wappen giebt Siebmacher, I. Bd. S. 179 und v. Meding, I.Bd. No. 100 und 101.
Bodt, de, Herr.
Tn zahlreichen und prachtvollen Bauwerken zu Berlin und Potsdamerhält sich das Andenken an einen französischen Edelmann, der imJünglingsalter der Religionsbedrückung wegen sein Vaterland, und na-mentlich seine Vaterstadt Paris verlassen hatte. Im Gefolge Wilhelms vonOranien ging Jean de Bodt nach England, wo er im Range eines Haupt-manns im Bau- und Ingenieurwesen vortreffliche Dienste leistete, undnamentlich die Aufführung des Schlosses zu Whitehall leitete. KönigFriedrich I. rief ihn als Hauptmann seiner Garde und als Hofbau-meister nach Berlin, wo er bei der Vollendung unseres grossartigenZeughauses, das nach wie vor zu den ersten Prachtgebäuden inDeutschland gehört, sein ausgezeichnetes Wirken bekundete. Restau-rationen, Verschönerungen und vielfache Veränderungen auf den königl.Schlössern, sowie die Aufführung vieler Privathäuser in beiden Resi-denzen, sind seine Werke, nach seinen Rissen wurde das Johanniter-Palais erbaut, und er entwarf einen grossartigen Plan zur Befestigungvon Berlin. König Friedrich Wilhelm I. ernannte ihn zum General-Major und Cominandanten von Wesel. Mit dem in preussische Dienstetretenden, nachmals so berüchtigt gewordenen Wallrabe kam er inMisshelligkeiten, die ihn veranlassten, den Abschied zu fordern, undder Kurfürst von Sachsen nahm ihn 1728 als Generallieutenant in seineArmee auf. Im Jahre 1741 starb er hochbejahrt als Generalfeld-zeugmeister und Chef des Ingenieur-Corps zu Dresden, ohne männ-liche Nachkommen. Ueberall in seinen Bauwerken das Zweckmässigemit dem Schönen verbindend, waren dieselben die Frucht eines sorg-lältigen Studiums, dem er aber mit Ausdauer und Geschmack bei der