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Blnmenthal.
die Güter: Janneritz, Chorow, Quakenbnrg, Wussow, Gr. und Kl.Onessow, Puddiger, Segentin. In Schlesien, wollin im 17. Jahrhun-derte eine Linie kam, die im Fürstentluime Oppeln begütert war.Joachim Friedrich von Bluinenthal, den wir unten näher erwähnenwerden, wurde um das JahrlfjyO von dem grossen Kurfürsten in denFreiherrenstand erhoben. liimcTg, Freiherr von Blumenthal, königl.Kammerherr und Oberst der Leibdragoner, wurde am 20. Januar1701 in den Reichsgrafenstand erhoben und von dem König FriedrichI. am 17. Juni desselben Jahres in dieser Würde bestätigt. Diese er-stelle und ältere grälliche Linie aber erlosch im Jahre 17.10. KönigFriedrich Wilhelm II. erhob seinen Geheimen Staatsminister JoachimChristum von Blnmenthal und dessen Vetter Ilcnis August, damalsOberstlieutenant im Regimente Garde du Corps, in den Grafenstand.Georg Ewald von Blumenthal, aus dem Hause Quakenbnrg, war Gene-ral-Major und Chef eines Füselierregiments; er erwarb in der Schlachtbei Prag den Verdienstorden und starb im September 1784 in seinerGarnison Mewe. In der königl. Bibliothek zu Berlin befindet sich einExemplar des biographischen Lexikon von König, mit hinzugefügtenschriftlichen Nachträgen und Notizen. Zu der Biographie dieses Ge-nerals von Blumenthal ist folgende Note hinzugefügt: Er war eingrosser Landwirth und ein grosser Beförderer der Viehzucht. DiesenZweig der Oekonomie betrieb er so angelegentlich, dass er bei Gele-genheit eines grossen Verlustes auszurufen pflegte: „O meine letzteKuh hätte ich darum gegeben, wenn es nicht geschehen wäre!" —Nicht minder haben sich schon in den frühesten Zeiten, wie in derneuern Zeit, viele Mitglieder dieser Familie in den höchsten Staatsäm-tern bemerkbar gemacht, auch gelangten verschiedene zu hohen geist-lichen Würden, einer zum Bischofsstabe, mehrere zu Commenden desJohanniter-Ordens, und zwei wurden mit dem schwarzen Adlerordengeschmückt. Namentlich wurde 1520 Georg von Blumenthal, der dieBeredtsamkeit eines Cicero besasS, zum Bischof von Havelberg gewählt.Er war aber zu aufgeklärt für seine Zeit, daher ging die Wahl zurück,doch erhielt er dafür einige Jahre später die Bisthiimer Ratzeburgund Lebus. Derselbe war aus dem Hause Horst und im Jahre 1513zum Rector Magnilicus der Universität ernannt worden. (M. s.'Ge-schichte des Bisthums Ratzeburg.) Er ist namentlich auch als einheftiger Gegner der Reformation bekannt geworden. Im Jahre 1080am 19. October starb Christoph Caspar von Blumenthal, welcher indie Reihe der aus dieser Familie hervorgegangenen Staatsminister ge-hört und zugleich Dompropst zu Brandenburg war. Vier preussischeStaatsminister und wirkliche Mitglieder des Geheimen Staatsraths sindaus diesem Geschlechte dem brandenburg-preussischen Staate gegebenworden. Es waren der oben erwähnte Joachim Friedrich von Blumen-thal, geboren im Jahre 1602; er gelangte schon unter der Regierung-Georg Wilhelms zur Würde eines Geheimen Ruthes und Gesandten inWien. Seinen vollen Werth aber erkannte erst der grosse Kurfürst,der sich seiner vorzüglich bei dem schweren Werke der Wiedelher-stellung des unter seinem Vorgänger ganz verfallenen Finanzwesensbediente. Er ernannte ihn auch im Jahre 1652 zum Director des Ge-heimen Raths und zum Statthalter des Fürstenthums Halberstadte, spä-ter wurde er auch an die Spitze der Regierung des Herzogthums Clevegestellt, endlich zum kaiserlichen Reichshofrathe und zum kurfürstlichenBotschafter bei der Kaiserwahl Ferdinands III. ernannt. — Er starb imJahre 1657. — Christoph Caspar, den wir ebenfalls schon erwähnt ha-ben, war kurfürstlicher Gesandter an den königl. französischen, spani-schen und dänischen Höfen, und am 1. März 1661 wurde er als wirk-licher Geheimerath in den Staat,srath berufen. Schon früher war er