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1 (1842) A - D
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Besser.

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zu Hibben, der Stammvater aller seit langer Zeit in preuss. Dienstengestandenen und noch stehenden Herren v. Besser, denn zwei seinerSöhne wurden von preussischen Werbern in den diesseitigen Dienst ge-zogen. Ehrenfeicli W ilhelm, geb. im Jahre 1742, gelangte zur Würdeeines General-Majors und Chefs des seinen Namen fahrenden Infante-rie-Regiments in Preussen. Dieser verdienstvolle Mann hatte als jun-ger Subaltern - Offizier das Unglück, nach der Uebergabe der FestungSchweidnitz den Auftrag zu erhalten, diese Trauerpost dem Königezu überbringen. Friedrich der Grosse war durch das unerwartete Un-glück so ergriffen, dass er dem Herrn von Besser die Worte zurief:den Commandanten soll das Donnerwetter holen, und Kr kann sich zumTeufel scheren. Herr von Besser war nun ausser Dienst; aber seineFälligkeiten und sein ritterlicher Sinn verschallten ihm später verschie-dene Beweise der Gnade seines Monarchen, mit welchen der unsterb-liche König, zur Genugthuung seines eigenen Herzens, die erwähnteUebereilung wieder vergütete. Der General von Besser starb im Mo-nat Juni des Jahres 1807 zu Königsberg in l'reussen. Kiner seinerBrüder war sächsischer General, und seine Tochter ist die verwitt-wete Landräthin von Schöning, Mutter der durch die Abfassung derGeschichte ihres alten Geschlechtes rühmlichst bekannten GebrüderKuril und IVolfl'gang von Schöning. Von seinen Söhnen starb der äl-tere als Oberst und Commandern- des 5. Kürassier - Regiments, derjüngere stand im 6. Infanterie-Regimente und lebt gegenwärtig alsOberstlieutenant a. D. in Berlin. Von den Bruderssöhnen des verstor-benen Generals führen wir an: den Landrath Besser zu Tliorn, denBesitzer von Draulitten bei preuss. Holland und von Tippeln bei El-bing in Preussen, von Besser, und den General-Major a.D. von Bes-ser zu Neuwied. — Das Wappen besteht aus einem rothen Schilde,in welchem von der obern Rechten zur untern Linken ein silbernerBalken oder Streifen gezogen ist. Auf dem Helme steht ein Geier-llug von rother Farbe und zwischen diesem ein Stern. Man findetNachrichten über diese Familie in Bucelin P. II. Append. S. 1J und 15.in 11. v. Lang Adel des Königreichs Baiern S. 294—29b, und in denSuppl. S. 31., in v. Hellbach I. Bd. S. 134. Aber vorzüglich über dieFamilie der Besserer in Baiern und Wiirtemberg giebt Weirodter inseiner im Jahre 1835 erschienenen Geschichte der Stadt Ulm und ihrerPatricier Nachricht.

2) Der Ober-Ceremonien-Meister, auch Ilofpoet, Johann Besser,welcher von König Friedrich 1. in den Adelstand erhoben, und zumRitter des Ordens de la generosite ernannt wurde. Das Wappen, wel-ches ihm bei dieser Gelegenheit verliehen wurde, besteht aus einemder Länge nach getheilten Schilde. Im silbernen Felde erblickt maneinen preussischen ungekrönten Adler, und über demselben einen gol-denen Stern. In dem blauen Felde steht ein aufspringendes silbernesEichhorn, ein eben solches ist auf dem Helme zwischen einem Adler-fiuge angebracht. Johann von Besser war der Sohn eines Predigers,und am 8. Mai 1654 zu Frauenburg in Kurland geboren. Er wurdeim Jahre 1681 zum kurfürstlichen Legationsrathe und 1690 zum Cefe-monien-Meister am kurfiirstl. Hofe ernannt. Bei dieser Gelegenheiterfolgte seine Erhebung in den Adelstand. Er blieb in seiner Würde,die er mit der eines Hofpoeten vereinigte, bis zu dem Antritte derRegierung des Königs Friedrich Wilhelm I.; von diesem verabschiedet,begab er sich an den prachtliebenden Hof des Königs von Polen undKurfürsten von Sachsen, wo er in gleicher Eigenschaft eine noch glän-zendere Stellung erhielt. Er starb zu Dresden am 10. Februar 1729.Seine Gedichte erschienen unter dem Titel: des Herrn von Besser'sSchriften. Leipzig 1711 und 1732. Die Encyclopädie der deutschen