Bcneckcnkagen — Bennigsen. 203
Beneckenhngen, die Herren von.
Sie waren schon um das Jahr 1381 in Pommern ansässig. Manfindet von ihnen Nachrichten in Dähnerts Pommerscher Bibliothek4. Bd. S. 176.
Benkendorf, die Herren von.
Von diesem altadeligen, ursprünglich brandenburgschen Geschlechteverbreiteten sich mehrere Aeste in andere preussische Provinzen, auchin Baireuth, in der Oberpfalz und im Voigtlande, eine Linie ging nachRussland, wo sie in der Gegenwart die Grafenwürde besitzt. Gundlingzählt sie nicht zu dem sehr begüterten Adel, doch besassen sie Glicheund Wardin im Kreise Arendswalde. Ein Herr von Benkendorf warPräsident in Breslau, es sind von ihm mehrere landwirthschaftlicheSchriften, namentlich eine Oeconomia forensis, Berlin 1775, erschienen.Johann Ächalz von Benkendorf war markgräUich Anspachscher Gehei-merrath, er zeugte mit Ernestine von Lengefeld Johann Friedrichvon Benkendorf, der alle Feldzüge des siebenjährigen Krieges mit-machte, bei Prag verwundet wurde und als pensionirter Oberstlieute-nant im Monat August 1765 zu Magdeburg starb. M. s. Meusels Ge-lehrtes Deutschland 1. Bd. S. 58., von Hellbach a. a. O. 1. Bd. S. 121.König 1. Bd. S. 47—56, das neue genealog. Handbuch II. Till. S. 247u. s. f. Gaulle I. Till. S. 74. Seidel Icones T. 58. Hupeis Material.S. 142 u. s. f. Kroline 1. Bd. S. 64 u. s. f. Biedermann V. 1—9.
Bennigsen, die Herren von.
Nach alter niedersächsischer Mundart wurden sie auch Bendisengenannt, sie gehören ursprünglich Hannover an, wo in dem AmteCalenberg an dem östlichen Abhänge des Deisters, die nur noch durchWälle und Gräben bezeichneten Trümmer der Burg Bennigsen liegen.Die schon im Jahre 1640 ausgestorbenen Grafen von Schaumburg sol-len der Familie die erwähnte Burg zum Lehn gegeben haben. Nach-dem sie schon im Mindenschen und Calenbergschen ansehnliche Güterbesassen, erhielten sie auch bedeutende Lehne im Hildesheimschen,namentlich Banteln, Gronau und Dützen. Seit jener Zeit theilt sichdiese Familie in die Linien Bennigsen-Bennigsen und Bennigsen-Banteln,Aus der erstem stammen diejenigen Herren von Bennigsen, welche indem preussischen Civil - und Militairdienst getreten sind, namentlichAugust Christian Emst von Bennigsen, geboren im Jahre 1765, er kamaus dem Hessischen Cavalleriedienste im Jahre 1787 in die damalseben neuerrichtete brandenburg- preussische erste Füsilier-Brigade zuMagdeburg. Vor Mainz , wo er schwer verwundet wurde, verlieh ihmder Monarch den Verdienstorden. Im Jahre 1806 stand er bei demRegimente Graf von Wartensleben als Major ld wurde bei Auerstädtubermals verwundet. In diesem Zustande nach Magdeburg gebracht,gehörte er zu denjenigen würdigen StaabsoiTizieren, die vergeblich ver-suchten, den Fall dieses wichtigen Platzes zu verhindern. Nach demTilsiter Frieden lebte Herr von Bennigsen auf seinem Stammgute. Krerrichtete im Jahre 1813 unter dem General von Dörenberg neueTruppen, mit denen er zur deutschen Legion stiess, wo sie einenehrenvollen Anthoil in dem Gefechte an der Görde (16. Septbr. 1813)nahmen. Im Jahre 1815 stand er als Brigadier und Oberstlieutenant