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Boldcrlmsch — Beldersen.
Gimnich liegt an der Erpe, und schon in Urkunden vom zwölften unddreizehnten Jahrhunderte kommen Ritter aus diesem Hause vor. —Mechthilde von Gimnich, eine sehr angesehene und edle Dame, lebteum das Jahr 1300. — Unter den ersten Rittern des Hubertus-Orden,der 1444 gestiftet wurde, war ein Gimnich. Ein Freiherr von Gimnichwar im Jahre 1730 Statthalter des Maltheser-Ordens. — Wilhelm vonGimnich 1738 Domherr zu Trier und Erzbischof von St. Agathe. —Otto Ludwig Freiherr von Gimnich war kur-cölnischer Oberhofmeisterund Landmarschall im Lande Jülich.
Beissel ist der spätere, im 14. Jahrhundert, von Wilhelm v. Gim-nich nach einer tapfern TJiat angenommene, Gimnich (Gymnich) derursprüngliche Name. — Emmrich Bertram Beissel, genannt von Gim-nich, war 1730 Oberjägermeister des Kurfürsten von Trier, und 1798war Karl Caspar Gottfried Freiherr von Beissel-Gimnich zu Schmidt-heiin Domherr zu Trier. (M. s. Rheinische Adelstabellen Seite 141.)Nach der Erwerbung von Schmidtheim 1530 wurden dem früherenWappen die • drei Schinidtheimer Hämmer zugefügt, die im gräflichenWappen fehlen. Der Freiherr Franz Ludwig von Beissel auf SchlossFrenz, Landrath im Berglieimschen Kreise, im Regierungs-BezirkeCöln, wurde am 7. Januar 1816 in den preussischen Grafenstand er-hoben und ist mit einer Freiin von Ritter vermählt, nachdem er frühervon einer Freiin von Freiberg-Hopferan Wittwer geworden war. SeinSohn erster Ehe, Franz llugo, Graf Beissel-Gimnich, ist 1835 Landrathdes Kreises Schteyden im Regierungs-Bezirke Aachen geworden undvermählt mit einer Freiin v. Fiirstenberg-Neheim.— Das neue gräflicheWappen giebt Tyroff 1. Bd. S. 105, und das preussische Wappenbuch1. Bd. S. 18. Es ist ein silbernes Schild, in dem sich ein ausgekerbtesrothes Kreuz, am obern Tlieile mit einem schwarzen Turnierkragenoder Steg mit drei Rechen bedeckt, befindet. Auf dem Schilde stehtdie gräfliche Krone. Der Turnierhelm ist mit einem weiss und rothausgeschlagenen Hute bedeckt, auf dem eine wilde weisse Ente imschwarzen Schilfe stehend angebracht ist. M. s. v. Hattstein 1. Bd.S. 355. Siebenkees. 1. Bd. S. 248. Robens 1. Bd. S. 225. Teschen-macher annäl. p. 450. Günther Cod. dipl. Rheno-Mosel. IV. S. 13.Eiflia illustrata S. 44 u. s. f. Das alte Wappen giebt Siebmacher IV.Suppl. 7.
Beide rbuscli, die Grafen und Freiherren von.
Von dieser Familie sind oder waren mehrere Mitglieder im Re-gierungs-Bezirke Cöln der Rhein-Provinz ansässig. Theodor Dominikv. d. Heyden, genannt Belderbusch, besass 1701 die Burg Schöneck.—Caspar Anton, Kurkölnischer Staatsminister, brachte die gräfliche Würdeau sein Hans. Eid. illustr. 2. Tli. 2. Abtli. S. 65. Krohne 2. Th.S. 114 u. s. w. N. g.- Handbuch II. Th. S. 245 und im NachtrageS. 135. M. s. auch den Artikel v. d. Heyden-Belderbusch.
Bcldcrscn, die Herren von.
Ein seit Jahrhunderten schon erloschenes, altadeliges Geschlechtin Westphalen, dessen Stammhaus das Kirchdorf Beldersen im Hoch-stifte Paderborn (jetzt im Kreise Brackel Regierungs-Bezirk Minden)lag. Die Edlen Herrn von Beldersen waren auch bei Minden begü-tert. Lerbeccii Chronic. Ep. Mindens, apud Leibnitz, T. II. p. 183.von Steinen a. a. O. II. Th. S. 540.