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1 (1842) A - D
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Bccrfelde.

im Schilde vor dem erwähnten Schwane liegen. Als Schildhalter isteine Geiss oder gehörnte Ziege mit einem goldenen Halsbande, und einsilberner Schwan gewählt.

Bcerfelde (auch Bärfclde), die Herren von.

Es sollen die Herren von Beerfelde ursprünglich ans dem altenvornehmen Hause der Bährfelde, oder Bahrfelde in Braunschweig ab-stammen, jedoch sind sie schon seit langen Zeiten bei uns in derNeuinark begütert. Eine Linie erlosch im Jahre 1805, mit Ferdinandvon Beerfelde. Namentlich gehörte dieser Familie das ansehnlicheGut Lossow, im Kreise Lelms, welches gegenwärtig das Eigenthumder Staatsdame, Gräfin von Viereck, ist. Ausserdem besteht ein vonBeerfeldesches Majorat, welches die Generalin Emercnzia Sophie vonBredow, geborne von Beerfelde, aus ihren ererbten, ursprünglich Bre-dowscheu Gütern Sommerfeldt, Grabkow, Düberow u. s. w. stiftete,und auf welches nach dem Abgange des von Beerfeldschen Manns-stammes eine Linie Derer von Schöning nach dem Willen der Testatrice,ihrer Grosstante, Anwartschaft hat. — Johann von Beerfehle beglei-tete im Jahre 1509 den Kurfürsten Joachim I. auf das Turnier zuRuppin. — Karl Siegismund, Herr auf Gr. Biesen, Rosenthal undGoerlsdorf, war preussischer Kammerherr, Johanniter-Ritter und de-signirter Comthur von Supplinburg. — Auch Adolph Friedrich Christ.von Beerfelde war Johanniter-Ritter. Hans Siegismmd von Beerfehlewar im Laufe des siebenjährigen Krieges Adjutant des Generals vonTauentzien, und nach dem Hubertshurger Frieden übernahm er seinväterliches Gut Lossow. Im Jahre 1781 wählten ihn die Stände desKreises Lebus zum Landrathe. Oft verlangte König Friedrich II. inAngelegenheiten, die sich auf die Landescultur und auf den Handels-verkehr bezogen, ein Gutachten des eben so einsichtsvollen als an-spruchslosen Herrn v. Beerfelde. Als eine Stelle im Staatsministeriumerledigt war, bot ihm der Monarch den Posten eines Chefministers imFabriken- und Handelsdepartement an; allein der redliche Landrathvon Beerfelde schlug diese Erhebung mit den Worten aus: „Ich habenur im Militair gedient, bin schon bei Jahren und in der Sache nichtbewandert; Ew. Majestät werden mir eine Gnade erweisen, wenn icliIhnen auf meinem Landrathsposten ferner dienen darf." — Friedricherwiederte: „Mein lieber Beerfelde, Er ist ein eiserner Mann, gehe Erin Gottes Namen, ich bleibe doch sein Freund." — Eine Antwort,würdig eines grossen Königs, denn sie wurde einem Biedernianne ge-geben, der eine hohe Würde ablehnte, weil er dem neuen Wirkungs-kreise nicht gewachsen zu sein glaubte. — Als er nach Lossow zu-rückkehrte, erhielt er den Besuch des hochherzigen Prinzen Leopoldvon Braunschweig, der wenige Jahre später, als wahrer Menschenfreundin den Fluthen der Oder umkam. Beim Eintritte in's Zimmer um-armte ihn der Prinz und in Beziehung auf den eben erzählten Vorfallrief er ihm zu: „Das haben Sie brav gemacht, Herr Landrath, nun sindSie mir eine doppelte Excellenz." M. s. Friedrich der Grosse, zurrichtigen Würdigung seines Herzens und seines Geistes. Berlin 1834S. b07 u. s. f. Der erwähnte Landrath war auch Ritter des Johanni-ter-Ordens. Seine beiden Töchter wurden die Gemahlinnen des imJahre 1824 zu Berlin verstorbenen ehemaligen Landraths von Schöning.Derselbe heirathete nämlich nach dem Tode der ältern Schwester,die jüngere. Das Wappen der Herren von Beerfelde besteht aus einemin zwei Hälften, von oben nach unten, getheilten Schilde. In der sil-bernen Hälfte ist ein goldener, in der blauen ein silberner Stern dar-