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1 (1842) A - D
Entstehung
Seite
185
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Baudinannswaldc Bauer. 185

rechten Seite aufwärts stellenden Hirsch, mit roth ausgestreckterZunge, im goldenen Felde, zur Linken zwei schwarze Querbalken, injedem derselben eine weisse Scheibe, anf dem gekrönten Helme stehenzwei Adlerfiiigel, in denen die erwähnten Balken angebracht sind, zwi-schen ihnen steht der halbe Hirsch. Die Decken gelb und schwarz.

Baudmannswalde, die Herren von.

Ein scldesisches, jetzt ausgestorbenes Geschlecht, welches Brosla-witz in der freien Standesherrschaft Militsch besass. Schlesische Cu-rios. II. Bd. S. 514.

Bauer, die Herren von.

Der nachmals so berühmt gewordene, kenntnissreiche General-Lieutenant und Ritter russischer Orden Friedrich Wilhelm Bauer waraus diesem Geschlechte hervorgegangen. Strieder Hess. Gelehrt. Gesch.

I. Bd. S. 106 und König l.Bd. S. 127. iässt ihn ans Hannover abstammen.Er scldoss als Commandant der preussischen Völker in Westphalen am

II. März 1763, zu Wesel und einen Tag später zu Geldern mit deinChef der französischen Truppen, dem General-Lieutenant MarquisAndrault von Langeron, eine Convention wegen Räumung jener Land-schaft ab und war auch königl. Commissarius bei der Besitznahme vonCleve. Im Jahre 1769 trat er in russische Dienste, wo er sich vielRuhm, Ehrenstellen und Orden erwarb. Er war General-Quartier-meister, General-Ingenieur, Director aller Salzwerke im russischenReiche u. s. w. Die Stadt Moscau verdankt ihm kostbare Wasserlei-tungen, die Kriegsgeschichte werthvolle Beiträge und vortreffliche Kar-tenwerke. Viele derselben erkaufte als Zeichnung Kaiser Joseph durchden Grafen von Cobenzl von der Wittwe des Generals, welche die Toch-ter eines preussischen Obersten von Böhm war. Er starb 1783, unddie Kaiserin Katharina war so ergriifen von diesem Verluste, dass sieausrief: gern würde ich eine Million opfern, um ihn wieder zu erhal-ten. Er hinterliess einen Sohn, der 1788 Oberstlieutenant in russi-schen Diensten war und von dem Fürsten Potemkin mit der Nachrichtder Einnahme von Oczakow nach St. Petersburg gesandt wurde.

Als Schriftsteller ist der General von Bauer besonders bekannt,durch das auf eigenes Anschauen und sorgfältige Forschungen begrün-dete WerkMeinoires historiques et geographiques sur la Valachie,avec un Prospectus d'nn Atlas geographique et militaire de la der-niere guerre entre la Itussie et la Porte Ottomane, publies par M. d.B. Frf. et Lips. 1778. König Friedrich II. hatte ihn 1761 in denAdelstand erhoben. Das ihm verliehene Wappen zeigt in dem in zweiFelder getheilten Schilde einen halben preussischen schwarzen Adlerim silbernen, und drei längliche Blätter im goldnen Felde. Aus demgekrönten Helme springt ein weisses Ross mit herausgestreckter rotherZunge zwischen zwei Adlerflügeln empor. Das Laubwerk und dieDecken sind schwarz und in Silber. M. s. allgemeine deutsche Biblio-thek 38. Bd. S. 20. und Strieders Hess. Gelehrten-Geschichte 1. Bd.S. 106 u. s. f. König 1. Bd. S. 107.

In verschiedenen Schriften wird unser General Friedrich Wilhelm v.Bauer mit einem gleichnamigen, ebenfalls berühmt gewordenen GeneralGeorg Bauer verwechselt. Dieser letztere war zu Claptow bei Körlinin Pommern geboren, und diente am Anfange des 18. Jahrhundertsin Russland. Bei Jezewo wurde er schwer verwundet, und im Jalire