Asselinrg.
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Asseburg, die Grafen und Freiherren von der.
Sie stammen ans Niedersachsen und namentlich von der Burg aufdem Berge Asse bei Wolfenbüttel, und sind in der Gegenwart beiuns in der preussischen Provinz Sachsen und deren Regierungs- Be-zirken Magdeburg und Merseburg, die Freiherren aber im Anhaltsclienbegütert. Das erwähnte Stammschloss erbauete Herzog Otto von Sach-sen und Herzog Heinrich IV. zerstörte es zum erstenmale. Unerwie-sen ist die Angabe eines Geschichtsschreibers geblieben, dass Gebhardvon der Hagen die Asseburg im Jahre 1089 von dem Herzoge vonBraunschweig zur Lehn empfangen haben soll. Selbst Gebhard's Exi-stenz ist nicht ganz erweislich. Wohl aber steht fest, dass der kai-serliche Truclisess Ganzleben und Ritter Burgliard sie im 13. Jahr-hunderte wieder aufbaueten. Es gehörte aber damals die Burg Assezu einem Nonnenkloster, und Papst Ilonorius III. befahl, die Burgwieder abzubrechen. Es geschah aber nicht, und Herzog Albrecht vonBraunschweig belagerte sie 1258 vergeblich. Der erwähnte RitterBurghard wird als erster Herr der Asseburg genannt, und von derFamilie dieses Namens als Stammvater betrachtet. M. s. Heyers, Pre-diger zu Egenstedt, Geschlecht der Asseburg, in den halberst. gemein-nützigen Blättern 9. Jahrgang. Schon im Jahre 784 kommt ein Ile-zilio v. d. Ässeburg, und 1)88 ein Wirich v. d. Asseburg, welcher beiStade von den Dänen gefangen genommen worden war, vor. Schonim 12. Jahrhunderte waren Grafen von der Asseburg vorhanden, siestifteten 1130 das Kloster Dörenberg im Hildesheimschen. Ein Johannoder Jonas v. d. Asseburg war der Sohn von einer Prinzessin ausdem königl. dänischen Geblüte und wurde Bischof zu Lund und 1307Bischof zu Bremen. Er starb aber als Privatmann zu Paris. — KarlLeopold Siegismund v. d. Asseburg wurde am 29. Juli 1747 in denpreussischen Freiherrnstand, und Maximilian, Freiherr v. d. Asseburgauf Gunsleben, Neindorf u s. w. wurde am 3. Juli lSlö in den preus-sischen Grafenstand erhoben; er ist mit Friederihc, Gräfin Blücher,Tochter des verstorbenen Feldmarschalls Fürsten Blücher und Wittwedes Grafen Adolph Ernst von der Schulenburg auf Hornhausen, vermählt,und erbauete das schöne Scldoss Neindorf. Er ist seit dem Jahre 1830Ritter des rothen Adlerordens und seit dem Jahre 1816 schon preussi-scher Kammerherr. Die Ahnenmutter des gräflichen Hauses war eineEnkelin des berühmten Feldmarschalls von Schöning. Das erwähnteschöne Scldoss zu Neindorf enthält eine vollständige Sammlung vonFamilienbildern, unter anderen auch das der erwähnten Alineninutter,Charlotte Katharina v. d Asseburg. M. s. geschichtliche Nachrichtenvon dem Geschlechte Derer von Schöning S. 174. — Der Freiherrv. d. Asseburg auf Meisdorf im Regierungs-Bezirke Merseburg erhieltim Jahre 1824 den preussischen Johanniterorden. — Einen Johannv. d. Asseburg auf Neindorf, Erbsassen, bestellte schon Markgraf Jo-hann zu Ciistrin am 2. Juli 1552 zum Rittmeister über 500 Pferdeund wohlgerüstete Schützen. — Moritz Wilhelm v. d. Asseburg, derSohn von Friedrich Astinn v. d. Ässeburg, Erbherrn auf Amfurt undDomherrn zu Magdeburg, und vermählt mit Johanna Sidonia v. Hagen,genannt Geist, war königl. General-Major, Chef eines Regiments zuFuss und Ritter des Ordens pour le merite. Obgleich er schon am12. September 1745 in der Vorstadt von Lauban eine gefährliche Kopf-wunde erhalten hatte, brachte er dennoch sein Alter auf 77 Jahre. Erstarb zu Magdeburg am II. April 1780. Mit seiner Gemahlin, ei-nem Fräulein von Jungen, hatte er zwei Sühne und zwei Töchtererzeugt.
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