Arnim.
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1111 Kriegsdienste.
Georg Abraham von Arnim, Königl. General - Feldmarscliall undIiitter des schwarzen Adlerordens, geboren zu Boitzenburg den 27.März 1651. Er führte im Jahre 170N den Oberbefehl über die in Ita-lien stehenden brandenburgischen Völker; ebenso coinmandirte er dieTruppen, welche zu der Einnahme der Insel Wollin abgesendet wur-den, und in der Nacht vom 21. zum 22. August 1715 nahm er diePeeneiniinder Schanze mit Sturm. Im Lager bei Stettin desselbenJahres erhielt er den schwarzen Adlerorden, und am 24. Mai 1728wurde er General-Feldmarschall. Er starb am 19. Mai 1734 in einemAlter von 83 Jahren, nachdem er 25 Feldzügen und 17 Belagerungenbeigewohnt hatte. Sein Tod erfolgte zu Berlin, wo auch sein feier-liches Leichenbegängniss gehalten wurde, seine irdischen Ueberresteaber ruhen in der Familiengruft zu Boitzenburg, wo ein schönes ausMarmor gehauenes Monument sein Andenken ehrt. Er hatte sich drei-mal vermählt und zwar mit Anna Sophia Helena von Ohr, mit AnnaSophia von Pennewitz und Charlotte Juliane von Löben. Von der er-sten und zweiten Gemahlin hinterliess er mehrere Töchter, von denendie eine seinen Nellen, Jacob Virigeny von Arnim heirathete, fürwelchen das Majorat Suckow gestiftet wurde. Aus diesem Hause wa-ren die beiden unten angegebenen, im letzten Kriege gebliebenen Ge-brüder von Arnim. Ein Bruder des Feldmarschalls, Jacob Ditloiv,war kurbrandenburgischer Oberst von der Cavallerie, er starb an derrothen Kühr am 7. October 1689 im Lager von Bonn, und hatte mitEuphemia von Blankenburg, früher vermählt gewesenen Landrichtervon Berg, drei Söhne und eine Tochter erzeugt.
Georg Christoph von Arnim, königl. preuss. General - Lieutenantund Kitter des Verdienstordens. Er hatte vom Jahre 1741 an allenFeldzügen beigewohnt, namentlich die Schlachten bei Hohenfriedbergund Sorr, Lowositz, 'Rossbach, Leuthen, Zorndorf, Hochkirch, Lieg-nitz und Torgau mitgemacht und den Belagerungen von Brieg, Prag,Breslau, Olmiitz und Dresden beigewohnt, ohne jemals verwundet odergefangen zu werden. Er starb am 16. October 1789 zu Arnoldsmühlin Schlesien nach 47jährigen treu geleisteten Diensten. Er hinterliesskeine Kinder, obgleich er zweimal vermählt gewesen war, namentlichzum erstenmal mit Marie von Miinchow, und zum zweitenmal mit Frie-derike Johanne Benigne, Gräfin von Sandretzky - Sandraschütz, frühervermählt gewesenen Generalin von Stechow.
Ein General-Lieutenant von Arnim war Chef eines Infanterie-Regiments in Berlin und Ritter des grossen rothen Adlerordens. Erstarb im Jahre 1809 und war mit einer Gräfin von Küssow vermählt,die am 11. September 1829 zu Berlin starb. Demselben gehörtendie Fredenwalder Güter, welche jetzt sein Sohn, der Oberst a. D.von Arnim besitzt. Ausserdem sind noch anzuführen: Jobst Erdmannvon Arnim, aus dem Hause Fredenwalde, Major bei der Fussgarde,der am 1. April 1758 die Schanze No. 1. bei Schweidnitz mit Sturmnahm und dadurch die bald darauf erfolgte Uebergabe der Festungveranlasste. Karl Heinrich Gottlieb von Arnim, ebenfalls Major in derFussgarde, hatte sich bei allen Vorfällen im 7jährigen Kriege ausge-zeichnet und war bei Hochkirch zweimal verwundet worden. Auch inden letzten Feldzügen haben sich viele Mitglieder dieses Geschlechtessehr ausgezeichnet, und mehrere sind auf dem Felde der Ehre geblie-ben, namentlich der frühere Cornet im Husaren-Regiment von Biela,nachmals kaiserlich russischer Ollizier von Arnim, der im Gefechte beiBlumberg, ohnweit Berlin, seinen Tod fand. Sein Bruder blieb alsCommandern' der Hanseatischen Cavallerie bei Lübeck. Beide waren.