Anhalt.
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Solin des oben erwähnten Fürsten Leopold, geboren den 25. Decbr.1700 und zum preussischen Feldmarscliall ernannt, unter dem Kano-nendonner der Schlacht bei Czaslau, am 17. April 1742. Seinem Hel-denmnthe verdankt Friedrich Ii. namentlich auch einen ruhmwürdigenAntheil bei Hohenfriedbelg und Sorr. Er starb am 16. Decbr. 1751.
Moritz, Fürst zu Anhalt-Dessau, ein jüngerer Bruder des vorigen,geboren am 31. October 1712, er focht unter seinem Vater mit ausser-ordentlicher Tapferkeit bei Kesselsdorf, und im siebenjährigen Kriegewar er bei Prag und Collin zugegen. Bei Leuthen führte er mit un-erschütterlicher Tapferkeit den rechten preussischen Flügel gegen denüberlegenen Feind, den er nach fünf wiederholten Angriffen aus seinerStellung trieb. Friedrich 11. umarmte ihn auf dem Schlachtfelde,und unter den ehrenvollsten Lobsprüchen ernannte er ihn zum General-Feldmarschall. Im nächtlichen Kampfe bei Hochkirch wurde er durcheine Flintenkugel durch den Unterleib fürchterlich verwundet; abernicht die Folgen dieser Verletzung, sondern ein nicht durch die Kunstder Aerzte zu verbannender Krebsschaden an der Lippe, führte diesenheldenmiithigen Fürsten schon im 48. Jahre seines Alters am 11. April1760 ins Grab.
Dietrich, Prinz zu Anhalt-Dessau, der dritte Sohn des oben erwähn-ten Fürsten Leopold Maximilian, Bruder des Fürsten Moritz. Er wurdeam 2. August 1702 geboren und am 24. Mai 1747 General - Feld-marscliall. Zwei Jahre später begab er sich nach Dessau zurück, woer am 2. December 1760 starb.
Ausser diesen Feldinarschällen gelangten die Fürsten: Christinn,der ältere, von Bernburg schon um das Jahr 1610 zu der Würde eineskurbrandenbnrgschen und pfalzneuburgschen Feldherrn. Er starb,versöhnt mit dem Kaiser Ferdinand II., der ihn in die Reichsacht er-klärt hatte, am 20. April 1630, und hinterliess von seiner GemahlinAnna von Bendheim zu Teklenburg drei Prinzen. — Franz Adolph,Fürst von Anhalt-Bernburg-Schaumburg, geboren den 7. Juli 1724,war preussischer Generallieutenant von der Infanterie und Chef desInfanterie-Regiments Nr. 3 zu Halle, wo er am 22. April 1784 im 60.Lebensjahre starb. Seine Wittwe Maria Josepha, Gräiin v. Hesslingen,folgte ihm am 2 December 1785 zu Halle ins Grab. Sein Leben undsein Bildniss beiindet sich in dem militairischen Kalender von 1788.Aus dem Hause von Anhalt-Cüthen führten die regierenden FürstenAugust Ludwig und Karl Georg Leherecht, den Titel eines preussischenGenerals, der zweite starb als Oesterreichscher General-FeldmarschallLieutenant bei einem Feldzuge gegen die Türken in Ungarn, eben soWar der letzt regierende Herzog Ferdinand preussischer Generallieute-nant und im Jahre 1806 General-Gouverneur von Schlesien. Dergegenwärtig regierende Herzog Heinrich ist königl. preussischer General-Major und Chef des 22. Infanterie Regiments. — Aus dem HauseDessau stand, ausser den schon angeführten Feldmarschällen, auchWilhelm Gustav, erstgeborner Sohn des Fürsten Leopold, geboren am20 Juni 1601 als General-Lieutenant, und Johann Georg in derselbenWürde, so wie Leopold Friedrich Frans, regierender Fürst zu Dessau,in preussischen Kriegsdiensten als Oberst und Chef eines Infanterie-Regiments. Der erstere war der Vater der Grafen und Herren vonAnhalt, die so wie mehrere ihrer Nachkommen in hohen preussischenMilitair würden standen. Als siebzehnjähriger Jüngling wohnte er denSchlachten bei Prag und Collin bei. Er war ein Freund und Beschützerder Künste und Wissenschaften und hatte sich zu Stettin mit der Toch-ter des Kriegsraths Hülle vermählt. Im Jahre 1779 zog er sich aus